Inklusion im Truppen-Depot: Das Vechtaer Andreaswerk übernimmt dort Inventurarbeiten. Zwei sensible Bereiche bleiben aber tabu.
„Ich arbeite bei der Bundeswehr“, sagt Carolain Mirau. Mit einer Stimme, die erkennen lässt: Es liegt auch ein bisschen Stolz in diesem Satz. Weil ihr schon allein das Motto des Projekts zeigt, wie wichtig es ist: „Wir.Dienen.Gemeinsam.Deutschland“.
Unter diesem Leitsatz hatten zwei Partner 2021 ihre deutschlandweit bisher einzigartige Kooperation gestartet: Auf der einen Seite das Andreaswerk, eine Caritas-Einrichtung und größter Träger der Behindertenhilfe im Landkreis Vechta. Auf der anderen Seite das „Bundeswehrdepot West Materiallager Diepholz“ – zum Beispiel zuständig für die Lagerung und Versorgung der Truppe mit Material für Flugzeuge und Hubschrauber.
Neunköpfige Außengruppe im Materiallager Diepholz
So kam auch Carolain Mirau in der Geburtsstunde des Projekts als Andreaswerk-Beschäftigte mit Behinderung an ihre Aufgabe im Bundeswehrdepot. Als die mittlerweile neunköpfige Außengruppe dort neu aufgebaut wurde.
Meist gehe es bei ihrer Arbeit um Zahlen, etwa bei Inventurarbeiten, erklärt sie. Die 45-Jährige kontrolliert zum Beispiel die Ergebnisse ihrer Kolleginnen und Kollegen im Team. „Und wenn der Abgleich nicht passt, müssen sie noch einmal nachzählen.“