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Auf einem Pfarrfest war es am Wochenende zu einem gewalttätigen Übergriff gekommen - die Polizei ermittelt. Was der Essener Bischof dazu sagt.
Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat die Gewalt beim Fest der Gemeinde St. Michael in Essen-Dellwig „aufs Schärfste“ verurteilt. „So etwas widerspricht unserem christlichen Menschenbild“, sagte Overbeck am Mittwoch auf Anfrage von Kirche+Leben. Dieses Verhalten dürfe in einer Kirche, die für „Toleranz, Respekt und Vielfalt“ stehen solle, keinen Platz haben.
Zeichen wie die Regenbogenfahne würden symbolisieren, dass „jeder Mensch von Gott gewollt ist und in seiner Liebe steht - unterschiedslos, voraussetzungs- und bedingungslos“, so der Bischof.
Overbeck: Solidarität mit KjG
Am Samstagabend war es bei einem Gemeindefest im Nordwesten von Essen zu einem handgreiflichen Streit zwischen zwei Teilnehmenden und einem Polizeieinsatz gekommen. Grund war offenbar eine Regenbogenfahne, die bei der Feier aufgehängt war. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen eine der beiden Personen. Die Katholischen junge Gemeinde (KjG) St. Michael hatte den Vorfall am Sonntag auf Instagram öffentlich gemacht.
Overbeck dankte der KjG gegenüber Kirche+Leben für ihr „mutiges Engagement, ihre klare Haltung und die wichtige Jugendarbeit, die sich an den christlichen Werte ausrichtet“. Er versichere seine Solidarität und stehe fest an der Seite des Verbands.