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Noch am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump behauptet, dass es „sehr bald“ zu einem Waffenstillstandsabkommen komme. Was jetzt passierte.
Bei einem mutmaßlichen Anschlag im Norden Jerusalems haben zwei Angreifer am Montagvormittag fünf Menschen erschossen und sieben weitere teils schwer verletzt. Die beiden Männer, die nach Polizeiangaben aus dem Westjordanland kamen, bestiegen einen Bus an einer Haltestelle und eröffneten unvermittelt das Feuer. Schließlich wurden sie von einem Sicherheitsbeamten und einem ebenfalls bewaffneten Zivilisten getötet.
Die beiden Terroristen hätten umgebaute Maschinenpistolen benutzt, wie sie in illegalen Werkstätten im Westjordanland hergestellt würden, melden israelische Medien. Solche Waffen seien bereits wiederholt bei palästinensischen Angriffen eingesetzt worden.
Vize-Außenministerin Sharren Haskel sagte, der mutmaßliche Anschlag zeige, wie wichtig eine Bewaffnung von Zivilisten sei. Mehr bewaffnete Israelis könnten dazu beitragen, solche Attacken zu stoppen und die Zahl der Opfer zu minimieren. Die Terrororganisation Hamas bezeichnete den Anschlag in einer Erklärung indes als „heroisch“ – ohne ihn explizit für sich zu reklamieren.
Anteilnahme auch in Deutschland
In Deutschland sorgte der Angriff für Entsetzen. Außenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sich in sozialen Netzwerken „zutiefst schockiert über den feigen Terroranschlag bei Jerusalem“. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer. Den Verletzten wünsche er eine schnelle Genesung.
Der Anschlag erfolgte, nachdem offenbar auf Druck der USA wieder Bewegung in die Verhandlungen um eine Waffenruhe im Gaza-Krieg und eine Freilassung der israelischen Geiseln gekommen war. Israel und die Hamas könnten „sehr bald“ ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnen, hatte US-Präsident Donald Trump am Wochenende in Washington gesagt. Hohe Hamas-Funktionäre bestritten hingegen laut israelischen Medienberichten, dass die USA einen neuen Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt hätten.