Unentwegt greift Russland sein Nachbarland an – das Leid ist unermesslich. Genau deshalb müssen wir alle um Frieden bemüht bleiben.
Drei Jahre oder 1.095 Tage, so lange dauert bereits der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Am 24. Februar 2022 heulten erstmals die Luftschutzsirenen, schlugen erste Raketen auf das ukrainische Staatsgebiet ein. Unzählige Soldaten, aber auch viele Zivilisten verloren ihr Leben. Umfangreiche Waffenlieferungen und Zahlungen von Hilfsgeldern in Milliardenhöhe an die angegriffene Nation später scheint der Konflikt im dritten Kriegswinter eingefroren zu sein.
Entscheidende Vorstöße sucht man vergeblich und aus der Bundesrepublik, dem größten Unterstützer in Europa, sind ebenfalls keine bahnbrechenden Initiativen zu erwarten. Schließlich befinden sich alle Parteien im Wahlkampfmodus. Auf der einen Seite des Spektrums wird eine Verhandlungslösung mit Wladimir Putin angestrebt, auf der anderen Seite wird über das Taurus-Waffensystem gesprochen. Eine Friedensstrategie ist das nicht.
Aktivisten machen mobil
Knapp 1,25 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer leben momentan in Deutschland und lassen die Folgen dieses schrecklichen Angriffskriegs spürbar werden. Sie berichten von ihren Fluchtumständen, ihren Kontakten in die Heimat und von der Hoffnung, dass die Verwandtschaft nicht an der Front fällt. Diese Berichte müssen uns Mahnung und Ansporn zugleich sein.
Immer wieder wird in den Medien von einer Kriegsmüdigkeit in den westlichen Demokratien berichtet. Doch davon kann – Gott sei Dank – in Deutschland gerade nicht die Rede sein. Im großen Maßstab gehen in Berlin, Hamburg und weiteren Städten Aktivisten gegen den erwarteten Rechtsruck bei der Bundestagswahl auf die Straße und werden von Friedens- und Klimaaktivisten unterstützt. Aber auch kleinere Bewegungen wie eine Friedensbewegung in Saerbeck im westlichen Münsterland, die in diesen Tagen zum 150. Friedensgebet aufruft, tragen dazu bei, dass dieser Krieg und das damit verbundene Leid nicht von der politischen Agenda verschwinden wird. Jede gute Tat, sei sie noch so klein, hilft.
Diesen vorbildlichen Einsatz für Frieden und Sicherheit sollte sich die neue Bundesregierung zu Herzen nehmen.