10 Jahre nach „Laudato si’“ beriet man in Castel Gandolfo über die Schöpfung. Christliche Aktivisten sagen Kirche+Leben, wieso sie dabei waren.
„Christians for Future“ waren als eine von wenigen deutschen Gruppen bei der Konferenz in Castel Gandolfo dabei: warum?
Aus Deutschland nahmen einige Organisationen teil, etwa „Brot für die Welt“, „Misereor“ oder „GreenFaith“. Allerdings gibt es hierzulande nur wenige christliche oder katholisch geprägte Gruppen, die sich vorrangig mit Klimagerechtigkeit beschäftigen. Darunter sind wiederum nur wenige in internationale Netzwerke wie das „Laudato si’-Movement“ eingebunden.
Diese Rahmenbedingungen trugen dazu bei, dass vor kurzem im Umfeld von „Christians for Future“ der Verein „Christliche Initiative Klimagerechtigkeit“ entstand. Ohne diesen Verein und seine Unterstützung durch private Spender*innen wäre unsere Teilnahme finanziell nicht möglich gewesen.
Denn uns ist internationale Vernetzung wichtig. Wir wollen globale Solidarität leben und zugleich Anregungen für unsere Arbeit in Deutschland mitnehmen.
Unter anderem sprachen Papst Leo XIV. und der ehemalige kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger: Was ist Ihr persönlicher Eindruck von der Konferenz?
Besonders beeindruckte uns bei der Eröffnung die Rede der brasilianischen Umweltministerin Marina Silva. Im Verlauf des Treffens durften wir viele ermutigende Stimmen aus unterschiedlichen Teilen der Welt und aus verschiedensten Bewegungen hören.
Gerade diese Vielfalt war eine große Stärke der Konferenz. Sie brachte engagierte Menschen aus der katholischen Kirche und darüber hinaus zusammen. Diese Begegnungen geben uns Hoffnung und neue Energie für den weiteren Weg.
Der englische Titel der Konferenz lautete „Raising Hope“, also „Hoffnung wecken“: Welche Hoffnung kann von diesem Treffen ausgehen?