Jährliches blutiges Ritual an Karfreitag

14 Filippiner lassen sich ans Kreuz nageln

Auf den Philippinen haben sich am Karfreitag insgesamt 14 Männer in San Pedro Cutud kreuzigen lassen. Darunter war auch Ruben Enaje (56), der sich zum 31. Mal hat ans Kreuz nageln lassen, wie philippinische Medien am Freitag berichteten.

Wie jedes Jahr appellierte die katholische Bischofskonferenz des Landes an die Gläubigen, auf blutige Kreuzigungen und Selbstgeißelungen als Beweis von Glauben und Reue zu verzichten. Erzbischof Socrates Villegas, der Vorsitzende der Bischofskonferenz, betonte, Blutvergießen sei „nicht länger notwendig, weil Jesus Christus bereits für uns sein Blut vergossen hat“. Pater Jerome Secillano, Sprecher der Bischofskonferenz, sagte: „Wenn ihr Vergebung für eure Sünden sucht, dann beichtet und ändert euer Leben.“

Die Philippinen sind das größte mehrheitlich katholische Land Asiens. Seit über 50 Jahren lassen sich fromme Katholiken zu Maleldo, wie sie in San Pedro Cutud den Karfreitag nennen, an Kreuze nageln. Mit kräftigen Hammerschlägen treiben als Römer verkleidete Filippiner den Jesus-Nachahmern die Nägel durch Hände und Füße. Maleldo ist längst zu einer Touristenattraktion geworden. Zu Tausenden kommen die Menschen in Bussen aus dem nahegelegenen Manila zu dem Spektakel nach San Pedro Cutud.