Bischof Genn dankt Mönchen aus Münsterschwarzach

1.400 Gäste verabschieden Benediktiner aus Damme

Die St.-Viktor-Kirche war zum Abschied der Benediktiner bis auf den letzten Platz besetzt.
Die St.-Viktor-Kirche war zum Abschied der Benediktiner bis auf den letzten Platz besetzt.Foto: pd

Fast 1.400 Gläubige sind am Sonntag in die St.-Viktor-Kirche gekommen, um die Benediktiner aus Damme zu verabschieden. Das teilte die Pressestelle des Bischöflich Münsterschen Offizialats mit. Abt Michael Reepen, Vorsteher der Abtei Münsterschwarzach, dem Gründungskloster der Dammer Benediktiner bei Würzburg, erklärte in seiner Predigt: Der Entschluss, sich aus Damme zurückzuziehen, sei schweren Herzens getroffen worden. Dabei hätten seine Mitbrüder in den 54 Jahren in Damme gute Arbeit geleistet, sagte der Abt.

Auch ein »dunkles Kapitel« der Klostergeschichte sprach der Abt an. Zwischen den Jahren 1966 und 1974 hatte sich ein inzwischen verstorbener Pater der sexueller Grenzverletzungen und körperlicher Gewalt gegen Schüler des Internats Damme schuldig gemacht. Das tue ihm sehr leid, sagte Abt Michael.

Bürgermeister: Kloster war Aushängeschild für Damme

Von Abschiedsschmerz sprach Bischof Felix Genn, der den Benediktinern seine große Dankbarkeit ausdrückte, wobei er mehrfach von Applaus unterbrochen wurde. »Bleiben Sie den Menschen in Damme auch nach Ihrem Weggang im Gebet und Handeln verbunden«, rief er den Benediktinern zu.

Auch Bürgermeister Gerd Muhle bedankte sich bei den Benediktinern. Ihr Kloster sei immer ein Aushängeschild für Damme und Umgebung gewesen. Man könne auf die Benediktiner wegen des Rückzugs aus Damme nicht ärgerlich ein, sagte Muhle, »schließlich haben wir es alle versäumt, bei ihnen für Nachwuchs zu sorgen«.