NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: „Glaube hilft, sich heimisch zu fühlen“

1.500 Schlesier pilgern mit Nuntius Eterović zum Annaberg nach Haltern

Rund 1.500 Menschen mit Wurzeln in Schlesien sind am Sonntag zum Annaberg in Haltern am See gepilgert. Die Wallfahrt gilt als die größte zum Gnadenbild der heiligen Anna aus dem 15. Jahrhundert.

Die heilige Messe zelebrierte der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterović, der den Pilgern Grüße von Papst Franziskus übermittelte. In seiner Predigt rief Eterović die Gläubigen auf, „treue Jünger Jesu Christi“ und das Evangelium „durch unser persönliches, familiäres und soziales Lebenszeugnis“ zu verkünden.

Verbundenheit von alter und neuer Heimat

Nach der Segnung der Wallfahrtskerze und dem Segen verlas Andreas Gundrum, NRW-Vorsitzender der Landsmannschaft der Oberschlesier, ein Grußwort des neuen Ministerpräsidenten Armin Laschet. Darin betonte Laschet, die Wallfahrt trage dazu bei, dass sich die Schlesier in Nordrhein-Westfalen heimisch fühlten. „Weil der Glaube hilft, sich heimisch zu fühlen.“ Die Annaberg-Wallfahrt sei ein Zeichen für die Verbundenheit von alter und neuer Heimat, und – im Vertrauen auf die Fürsprache der heiligen Anna – auch für Frieden und Versöhnung in Europa und der Welt.

Im Anschluss gedachten die Teilnehmer der Wallfahrt ihrer Heimat an der St.-Anna-Stele. Anschließend nutzten sie die Zeit, sich auszutauschen und ins Gespräch zu kommen. Es schloss sich ein Platzkonzert des Oberschlesischen Blasorchesters Ratingen und Darbietungen der Bergmannsgruppe Recklinghausen, der Trachtengruppe Kassel und der Frauentrachtgruppe Hamm an. Ebenso konnten die Pilger typische schlesische Fleisch- und Backwaren gemeinsam genießen.