BDKJ unterstreicht wichtiges außerschulisches Lernfeld

40.000 Teilnehmer an Ferienfreizeiten im Bistum Münster

40.000 Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Münster sind in diesem Sommer mit katholischen Jugendverbänden, Ferienwerken, Pfarrgemeinden oder anderen kirchlichen Trägern in Ferienfreizeiten gefahren. Mehrere tausend ehrenamtliche Helfer hatten die Angebote organisiert, berichtet der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum.

„Die Kinder und Jugendlichen erfahren in Ferienfreizeiten Gemeinschaft, organisieren ihre Freizeit selbstbestimmt und können sich jenseits von Schule und Bewertungsdruck frei entfalten“, beschreibt Michael Seppendorf, Leiter der Abteilung für Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene des Bistums die Ausstrahlung dieser Angebote. Sozialwissenschaftliche Studien bestätigten die große Bedeutung einer Bildungsarbeit ohne formelle Vorgaben.

BDKJ begrüßt Rückkehr zum G9-Abitur

Deshalb sollten Kinder und Jugendliche auch außerhalb der Ferien mehr Zeit haben, außerschulische Bildungsangebote wahrzunehmen, sagt die Vorsitzende die BDKJ-Vorsitzende im Bistum Münster, Anna-Lena Vering: „Die Jugendverbände in NRW fordern seit vielen Jahren mehr Freiräume für Kinder und Jugendliche.“ Mit dem Beschluss zur generellen Wiedereinführung Abiturs in neun Jahren habe die aktuelle Landesregierung einen wichtigen Schritt in diese richtige Richtung getan.

Um ganzheitliche Bildung zu fördern, sei die Verlängerung der Schulzeit und Reduzierung der Wochenarbeitszeit um maximal 2,6 Stunden jedoch nicht ausreichend, habe zuletzt aber der BDKJ in NRW in einem offenen Brief an die Landesregierung unterstrichen. Ein Jahr mehr Schule bringe auch die Verantwortung mit sich, dieses Jahr zugunsten der Schüler zu gestalten und sie dabei auf Augenhöhe mitwirken zu lassen. „Politische Bildung als Grundlage von Partizipation muss gestärkt werden“, fordert Vering. „Unsere Ferienfreizeiten beweisen jedes Jahr, wie gut es funktioniert, wenn Kinder und Jugendliche Lernräume bekommen, in denen sie mitbestimmen und Verantwortung tragen dürfen.“