Kinder und Jugendliche aus dem Bistum Münster musizieren gemeinsam

420 Sänger beim Chortag „Pueri Cantores“ in Kevelaer

420 Kinder und Jugendliche aus 15 Chören des Bistums Münster sowie ein Gastchor aus dem Bistum Essen haben sich zum Diözesantreffen des Chorverbandes „Pueri Cantores“ in Kevelaer versammelt. In der St.-Marien-Basilika des Wallfahrtsortes begrüßten sie die die Muttgergottes mit einem vielstimmigen „Ave, ave Maria...“.

Gegründet nach dem zweiten Weltkrieg in Frankreich ist der Verband katholischer Kinder- und Jugendchöre schnell international geworden und hat in vielen Bistümern „Ableger“ gebildet. Seit dem Domjubiläum 2014 gibt es auch im Bistum Münster einen Diözesanverband, dessen erstes Treffen im vergangenen Jahr in Münster stattfand. Das berichtet die  Bischöfliche Pressestelle in Münster. „Toll, dass so viele Chöre aus dem ganzen Bistum heute hier sind“, freute sich Andreas Müller, Vorsitzender des Diözesanverbands.

Busfahrt ist erster Höhepunkt

Manche Sängerinnen und Sänger hatten eine längere Anfahrt hinter sich, so auch Wiebke und Julia aus Münster. Die beiden 16-Jährigen und ihre Mitsängerinnen und –sänger aus der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser waren gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor aus St. Marien Telgte in einem Bus nach Kevelaer gereist. „Da ist die Busfahrt schon ein Höhepunkt“, sagte Wiebke lachend.

Sie gehörte bereits zu den erfahrenen „Pueri Cantores“-Mitgliedern: Die 16-Jährige hat schon an bundesweiten Treffen in Paderborn, Münster und Trier teilgenommen und sogar bei einem internationalen Treffen mit mehreren tausend Kindern und Jugendlichen aus aller Welt in Rom. „Das war ein ganz besonderes Erlebnis“, erinnerte sie sich. Der Chortag in Kevelaer hatte für sie einen ähnlichen Reiz: „Es geht um die Gemeinschaft und es ist einfach schön zu sehen, dass es so viele Kinder und Jugendliche gibt, die – wie man selbst – Spaß am Singen haben.“

Im Vordergrund: Spaß am Singen

Das stand unter anderem auch im Gottesdienst in der Basilika im Mittelpunkt. Die Lieder aus dem eigens erstellten Chorheft hatten die Sängerinnen und Sänger eigenständig in ihren Pfarreien einstudiert. Kurz vor Beginn des Gottesdienstes wurde zum ersten Mal gemeinsam geprobt – mit mehr als 400 jungen Sängern. Dirigiert vom Kevelaerer Chordirektor Romano Giefer und begleitet durch Basilikaorganist Elmar Lehnen fügten sich die Stimmen nach und nach zu mehrstimmigen Melodien zusammen.

„Mit eurem Gesang verbreitet ihr die Botschaft Gottes in der Welt“, wandte sich Geistlicher Rat Clemens Lübbers in seiner Predigt an die Kinder und Jugendlichen. „Und die Botschaft des Johannes des Täufers“, ergänzte er und wies damit auf das Hochfest des Tages hin. „Christus muss wachsen, ich muss abnehmen“, zitierte er Johannes den Täufer. „Ein Leitwort, das bis heute eine Gültigkeit für alle Menschen hat.“ Denn Johannes habe sich als Zeichen verstanden, nicht als Ziel. Er sei Wegweiser gewesen und nicht der Weg. „Der Weg ist Christus selbst und mit eurem Gesang lobt ihr ihn“, sagte Lübbers.