Papst Franziskus ruft zum Gebet auf

50.000 Euro von Caritas international für Erdbebenopfer

Nach dem Erdbeben in Mittelitalien stellt Caritas international Soforthilfen in Höhe von 50.000 Euro bereit. Zudem werden eingehende Spenden an die Caritas Italien weitergeleitet, wie das kirchliche Hilfswerk am Mittwoch (24.08.2016) in Freiburg mitteilte. Vielerorts sei der Zugang zu den besonders betroffenen Dörfern sehr schwierig, so ein Caritas-Sprecher. Der Bedarf an Notunterkünften, Nahrung und Hygieneartikel sei hoch. Das gesamte Ausmaß der Naturkatastrophe sei noch nicht absehbar.

In der Nacht zum Mittwoch hat ein Erdbeben Mittelitalien erschüttert. Nach Angaben des Zivilschutzes kamen mindestens 37 Menschen ums Leben; viele weitere wurden verletzt. Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,2 lag in der Nähe von Norcia in der Region Umbrien.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Toten weiter steigen wird, da viele Menschen noch als vermisst gelten. Wegen der zahlreichen Verletzten riefen sie die Bevölkerung zu Blutspenden auf. Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie warnte unterdessen vor der Gefahr weiterer Beben. Nachbeben könnten sich noch Tage oder Wochen nach dem Hauptbeben ereignen.
Eine Million Euro Soforthilfe von Bischofskonferenz

Papst Franziskus rief zum Gebet für die Opfer auf. Er äußerte sich betroffen über Berichte aus der Stadt Amatrice, der Ort sei zu drei Vierteln zerstört; unter den Opfern seien auch Kinder. Auch die katholischen Bischöfe in Deutschland rufen zum Gebet für die Erdbebenopfer auf. "Ich verneige mich in tiefer Trauer vor den Opfern dieser tragischen Katastrophe und versichere Ihnen, den Verletzten und den Angehörigen der Toten meines fürbittenden Gebets" schrieb der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Mittwoch in einem Brief an den Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco.Unterdessen kündigte Italiens Bischofskonferenz eine Million Euro Soforthilfe für die Betroffenen an. Die Bischöfe riefen zudem eindringlich zu einer landesweiten Sonderkollekte für 18. September auf, um die Not der Betroffenen zu lindern.