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Deutsche Urlauberin stirbt an Folgen des Anschlags

500.000 demonstrieren in Barcelona gegen den Terror

Die Zahl der Todesopfer neun Tage nach dem Attentat in Barcelona erhöht sich auf 16: Am Sonntag ist eine deutsche Urlauberin infolge des islamistischen Terroranschlags gestorben. 500.000 Menschen demonstrierten am Samstagabend gegen den Terror.

Eine 51-jährige deutsche Urlauberin ist am Sonntag an den Folgen des islamistischen Terroranschlags in Barcelona gestorben. Die Frau sei im Krankenhaus in Barcelona ihren schweren Verletzungen erlegen, meldete die spanische Tageszeitung „El País“ (online) unter Berufung auf die katalanische Gesundheitsbehörde.

Die Deutsche war am 17. August in Barcelona schwer verletzt worden, als ein von einem islamistischen Attentäter gesteuerter Lieferwagen mit hoher Geschwindigkeit im Zick-Zack-Kurs durch die Ramblas raste, eine der Flaniermeilen in der katalanischen Hauptstadt. Insgesamt sind damit bislang 16 Menschen bei den Anschlägen der Terrorzelle in Barcelona und dem Küstenort Cambrils ums Leben gekommen. 130 Personen wurden verletzt, 24 davon werden noch in den Krankenhäusern der Region behandelt.

Erstmals demonstrierte ein Monarch mit

Am Samstag (26.08.2017) demonstrierten in der Innenstadt von Barcelona Polizeiangaben zufolge rund 500.000 Menschen gegen den Terror, darunter auch der spanische König Felipe VI.. Angeführt wurde der Protestzug am Samstagabend von Sanitätern, Polizisten, Feuerwehrleuten und Menschen, die sich nach dem Attentat vom 17. August um die Verletzten gekümmert hatten.

Tausende katalanische Separatisten nutzten das Ereignis für ihre Forderung nach Unabhängigkeit vom spanischen Königreich. Immer wieder riefen die Demonstranten die Parole „Ich habe keine Angst“. Dies war auch das Motto der Massenkundgebung, die auf der zentralen Plaza Cataluna mit einer Ehrung der Opfer und Helfer endete. Der Protestmarsch wurde von der Stadt Barcelona, der katalanischen Regierung und zahlreichen Vereinen organisiert, unter denen sich auch viele muslimischen Verbände und Gemeinden befanden.

Plakate mit „Islam ist Frieden“

Miriam Hatibi, Repräsentantin der muslimischen Stiftung Ibn Battutta, sowie die bekannte katalanische Schauspielerin Rosa Maria Sarda riefen zu gesellschaftlichem Zusammenhalt gegen den Terror und für ein friedliches Zusammenleben auf. Viele Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie „Islam ist Frieden. Wir sind Muslime, keine Terroristen“ oder „Keine Chance der Islamophobie“.

Mehrere tausend katalanische Separatisten nutzten die Anwesenheit von Spaniens König Felipe VI. und der Vertreter der spanischen Zentralregierung, um für eine staatliche Unabhängigkeit der Region und gegen die spanische Regierung zu protestieren. Diese stellt sich gegen ein für den 1. Oktober geplantes Unabhängigkeitsreferendum.

In der Menge hinter den versammelten Politikern wehten Tausende katalanischer Unabhängigkeitsflaggen. Während König Felipe und Ministerpräsident Mariano Rajoy ausgepfiffen wurden, gab es für Kataloniens separatistischen Ministerpräsidenten Carles Puigdemont großen Jubel.

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