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Pilgertag von 13 Caritasverbänden aus NRW

650 Caritas-Mitarbeitende pilgern nach Kevelaer

  • Mehr als 650 Mitarbeitende aus 13 Caritasverbänden in NRW haben sich zum Pilgertag in Kevelaer getroffen.
  • In der Marienbasilika sprach der ehemalige Weihbischof Dieter Geerlings den Teilnehmenden Mut zu.
  • Geerlings äußerte sich auch zur Glaubenskrise und zu den Krisen in der Welt.
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Es geht um Trost spenden und Trost empfangen, nicht nur im Glauben und in der Kirche, sondern eben auch im Alltag der vielen ehren- und hauptamtlichen Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Aus 13 nordrhein-westfälischen Caritasverbänden waren sie am 7. Oktober nach Kevelaer gepilgert, berichtet die Bischöfliche Pressestelle.

Mehr als 650 Mitarbeitende füllten die Marienbasilika. Der ganze Tag galt diesmal ihrem Wohl. Sie hatten keine Beratungs-, Pflege oder Begleitungspflichten von Menschen in Not – sie mussten eben mal keinen Trost spenden. Oder wie es Wallfahrtsrektor Gregor Kauling zu Beginn der Messe mit dem emeritierten Weihbischof Dieter Geerlings formulierte: „Trost kann nur spenden, wer ihn auch empfangen kann. Heute seid ihr mal dran!“ Kauling beschrieb die Caritasverbände und -mitarbeitenden in einem Satz: „Caritas ist das Plus-Zeichen vor der Klammer des Lebens.“

Keine Angst vor Veränderungen

Auf Zustimmung traf Geerlings‘ Predigt. Er sah viele Gemeinsamkeiten zwischen dem Weg, den die Caritas in ihrer Hilfe für Mitmenschen gehen muss, und dem doch gerade heute oft sehr beschwerlichen Weg zum Glauben. Dabei sei die Caritas ganz nah dran am Lebensprogramm von Jesus.

Zur Glaubenskrise und zu den Krisen in der Welt sagte er: „Das Bitterste auf dem Weg zu Gott ist die Tatsache, dass der Weg wieder abbrechen kann. Dann wird es dunkel, und vielleicht ist das die Phase, wo der Glaube unter Schmerzen eingeübt wird. Wenn es nicht mehr gelingt, unsere Glaubensaussagen als frohe Botschaft zu verkünden, dann ist es an der Zeit, diese Aussagen zu überprüfen.“ Ob kirchliche Sexualmoral, Frauen im Priesteramt oder Zölibat – man dürfe keine Angst vor Veränderungen haben. „Die Kriterien der Vergangenheit alleine reichen nicht mehr aus, um auch die Zukunft zu meistern und zu bewältigen.“ 

Caritas-Mitarbeitende freuen sich

Die Marienbasilika war an diesem Tag voll besetzt.
Die Marienbasilika war an diesem Tag voll besetzt. | Foto: Anke Gellert-Helpenstein (pbm)

Die Vorfreude auf den Pilgertag in Kevelaer war groß, berichtete Adelheid Jacobs-Sturm, Seelsorge und christliche Unternehmenskultur Krefelder Caritasheime, Hansahaus: „Pilgern, das ist für mich Aufbruch aus dem Gewohnten, eine Unterbrechung des Alltäglichen, eine Chance, Neues wahrzunehmen. Es bedeutet, mit gleichgesinnten Menschen unterwegs zu sein hin zu einem gemeinsamen Ziel, das heute ‚Begegnung mit Maria in Kevelaer‘ heißt.“

Stephan von Salm-Hoogstraeten, Vorstand Caritasverband Geldern-Kevelaer, freute sich einfach, dass die Caritas-Wallfahrt wieder stattfinden konnte. „Hier kann man erleben, wie bunt und vielfältig unsere Caritas in NRW ist. Wenn so viele Haupt- und Ehrenamtliche in Begegnung und Gebet zusammenkommen, wird deutlich, dass wir eine starke Gemeinschaft sind.“ Für Andrea Camp, Caritasverband Geldern-Kevelaer (Pflegekraft im Marien-Haus Straelen) war es übrigens die erste Wallfahrt. „Ich bin gespannt, was auf mich zukommt. Ich bin besonders gespannt auf das Gemeinschaftsgefühl, welches ich mir von der Wallfahrt erhoffe.“ Da wurden sie und die anderen wohl nicht enttäuscht.

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