UNWETTER

80.000 Euro Schaden: Blitz schlägt in historische Kapelle ein

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Seit die Nikolauskapelle im unterfränkischen Eßfeld von einem Blitz getroffen wurde, gilt sie als einsturzgefährdet. Wie der Einsatz ablief. 

Von KNA

Ein Unwetter hat in Bayern ein Gotteshaus schwer beschädigt. Am Montagabend schlug ein Blitz in den Turm der Nikolauskapelle in Eßfeld im Landkreis Würzburg ein. Die Feuerwehr war nach Polizeiangaben schnell vor Ort und konnte den entstandenen Brand löschen. Verletzt wurde demnach niemand. Allerdings wurde der Turm arg in Mitleidenschaft gezogen, wie es hieß. Inzwischen ist bekannt, dass er einsturzgefährdet ist und abgebaut werden muss. 

Zur Schadenshöhe teilte die Polizei am Dienstagmorgen auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit, diese belaufe sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 80.000 Euro. Die Feuerwehr rückte den Angaben zufolge mit elf Fahrzeugen und 55 Einsatzkräften an. Unterstützung hätten das Technische Hilfswerk und zwei Polizeistreifen geleistet. Die Retter hätten den Bereich um die Kapelle abgesperrt und die sakralen Gegenstände herausgeholt, um sie in Sicherheit zu bringen. Im Innern der Kapelle habe es am Ende aber keine Beschädigungen gegeben.

In Teilen über 800 Jahre alt

In den kommenden Tagen soll der Turm mit einem Gerüst gestützt werden, wie der BR weiter berichtete. Etwa ein Drittel des Kapellenturms sei ausgebrannt. Ein Zimmerer wolle nun einen Holzkranz um die beschädigten Stellen schrauben, um sie zu stabilisieren. Über vier Anhängepunkte solle ein Kran den beschädigten Turm dann nach unten heben.

Die Nikolauskapelle war einst vermutlich Teil einer zwischenzeitlich abgegangenen Burganlage. Ihr genaues Alter ist unbekannt, in Teilen dürfte das Denkmal aber mindestens bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.

UPDATE 23.07.2025, 9:50: Angaben zur Einsturzgefahr. | lbr

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