Open-Air-Event am Aasee in Münster

„AaSeerenaden“ erstmals mit Gottesdienst

Gottesdienst auf einer schwimmenden Bühne im Aasee: Zum ersten Mal wird es bei den „AaSeerenaden“ eine heilige Messe unter freiem Himmel geben. Das musikalische Programm wird in diesem Jahr am 16. Juli um 13 Uhr mit einer Eucharistiefeier ergänzt. Die Jugendkirche „Effata“ aus Münster wird die Feier gestalten.

Grundhaltung zeigen

Die Veranstalter des Musikfestivals von der GBV Südertor Verwaltungs-GmbH freuen sich, in der Jugendkirche erstmals einen Partner für einen solchen Gottesdienst gefunden zu haben. Bisherige Versuche, eine münstersche Pfarrgemeinde dafür zu gewinnen, waren gescheitert. „Uns liegt es sehr am Herzen, die christliche Seite der Region zu zeigen“, sagt Pressesprecher Ludger Baumeister. „Wir möchten die Menschen auch in ihrer christlichen Grundhaltung erreichen.“ Dafür sei es wichtig, dass Kirche aus dem Kirchenraum heraus zu Orten komme, wo sich viele Menschen versammelten. Die „wunderbare Kulisse“ vor dem Aasee sei dafür wie gemacht.

Darin sieht Diözesanjugendseelsorger Hendrik Drüing, Jugendpfarrer in „Effata“, eine „riesige Chance“. Die „AaSeerenaden“ seien ein kultureller Magnet weit über die Stadtgrenzen hinaus. „Wir sind dabei sicher nicht der Haupt-Akt, aber Teil eines großen Ganzen – wie in der Gesellschaft generell.“ Mit dem, was Kirche in Kern ausmache, „mit Liturgie und Gottesdienst“, dabei sein zu können, sei „klasse“.

Altar extra angefertigt

Das ganze Programm der „AaSeerenaden“ finden Sie hinter diesem Link.

Den Gottesdienst wolle die Jugendkirche bewusst offen gestalten, sagt der musikalische Leiter von „Effata“, Anselm Thissen. „Alle Generationen sind eingeladen mitzufeiern – für jeden werden Musik und Elemente dabei sein.“ Thissen hofft, mit möglichst vielen Menschen singen zu können. Deshalb bittet er die Besucher schon einige Zeit vor dem Gottesdienstbeginn zum Ansingen und Einproben der Lieder zum Aasee zu kommen, um bereits vorab „ein Gemeinschaftsgefühl“ zu schaffen.

Bis zu 2.000 Menschen haben auf den Tribünen vor der schwimmenden Bühne Platz. Dort wird der Veranstalter für den passenden Rahmen sorgen. Bei einem Messebauer ließen er einen vier Meter breiten Altar anfertigen, ein Gärtner wird sich um Blumen und Begrünung kümmern.

Es sei ihnen wichtig, dass die Akteure um den Altar nicht von der großen Bühne „geschluckt“ würden, auf der sonst Orchester mit hunderten Musikern Platz nähmen.