Bernhard Brügging beendet Tätigkeit für Kirchengemeinden im Generalvikariat

Abteilungsleiter will mehr Verantwortung für Pfarreien

Der scheidende Leiter der Abteilung Kirchengemeinden im Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Münster, Bernhard Brügging, spricht sich dafür aus, den Pfarreien mehr Eigenverantwortung zu geben. „Die Kirchengemeinden sind heute auch bei schwierigen und komplexen Problemlagen durchaus in der Lage, verantwortungsvoll gute Wege einzuschlagen und Dinge gut umzusetzen“ sagte der 62-Jährige nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle.

Brügging leitet die Abteilung im Generalvikariat seit fünf Jahren. Mit seinem knapp 50-köpfigen Team ist er damit für Bereiche zuständig wie Finanzen, Personal, Kitas, Bau- und Liegenschaftswesen. Außerdem ist Brügging Beisitzender Richter beim Kirchlichen Arbeitsgericht. Ende des Jahres geht er in den Ruhestand.

Brügging: Bistumsleitung soll Gemeinden unterstützen

Mit Blick auf die Eigenverantwortung der Kirchengemeinden wird Brügging konkret: Im Blick auf die finanzielle Ausstattung der Kirchengemeinden würde er „mehr auf Pauschalierung setzen“, sagte er. Wichtig sei es, die Zuweisung der Gelder vom Bistum an die Pfarreien so zu regeln, dass sie „den Kirchengemeinden sehr viele Freiräume lässt, die Gelder in ihrem Sinne zu verwenden“. Die Bistumsverwaltung müsse dabei immer stärker, „nicht nur auf die Einhaltung von Normen achten, sondern den Kirchengemeinden wirklich zur Seite stehen“.

Dabei habe er es in der kirchlichen Verwaltung nie so erlebt, dass Sachverhalte „nur nach Dienstvorschrift abgearbeitet“ worden seien. Mit hoher Flexibilität, vielen Ermessungsspielräumen und Kreativität sei es vielmehr gelungen, auch schwierige Herausforderungen zu meistern, zieht Brügging ein positives Fazit seines Berufslebens.