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Wenn die CDU Themen konservativer Christen nicht mehr abdeckt, orientieren sie sich in Richtung AfD. Das behauptet Expertin Liane Bednarz.
Liane Bednarz warnt davor, die Rolle des Abtreibungsthemas im Wahlverhalten zu unterschätzen. Im Deutschlandfunk sagte sie am Montag, dass die Frage nach Schwangerschaftsabbrüchen ungemein mobilisieren könne, weil der Schutz des werdenden Lebens einen extrem hohen Stellenwert habe. „Das kann man nicht unterschätzen in frommen Kreisen“, so die Publizistin. Wenn man dort das Gefühl habe, dass die CDU das nicht mehr ernst nehme, „dann ist die Gefahr eben sehr, sehr groß, dass sie sich hin zur AfD orientieren“, sagte Bednarz.
Christlich-konservative Kreise fühlten sich angesichts starker progressiver Entwicklungen übergangen, führte Bednarz aus. Im Kern gehe es dabei um die Themen Abtreibung, Homo-Ehe und Diversität, auf die sich die Diskussion verenge. Es sei in einigen Teilen der Gesellschaft das Gefühl entstanden, „von einer progressive woken Welle überrollt zu werden“ und selber „als gesellschaftlich schlecht, als irgendwie überholt und reaktionär und irgendwie rechts dazustehen“. Das Thema Homosexualität sei beispielsweise auch in der CDU kein Thema mehr, das infrage gestellt werde. So fühlten sich konservativ-christliche Kreise, die Angst hätten sich diesbezüglich gegen Gott zu versündigen, auch dort nicht verstanden.