Abgabe in fünf Pfarrhäusern von Lengerich - Malteser Krankenhaus mit Nähanleitung

Ärztin ruft mit Kirchengemeinde zur Spende von Schutzkleidung auf

Die Landärztin Birgit Schilling-Maßmann aus Leeden hat mit einem Aufruf auf den Notstand an Schutzkleidung in Krankenhäusern reagiert. „Helfen Sie uns, Ihnen zu helfen“, heißt es in dem Schreiben von Donnerstag. „In Zeiten wie diesen müssen wir alle zusammenstehen. Solidarität ist gefragt“.

Sie wendet sich vor allem an Kleinbetriebe und Privatleute mit der Bitte um industriell gefertigten Mundschutz (sog. chirurgische Masken, FFP2- oder FFP3-Masken), Schutzkittel, Desinfektionsmittel oder Einmalhandschuhe: „Diese werden dringend in Arztpraxen, Altenheimen, ambulanten Pflegediensten und anderen medizinischen Einrichtungen benötigt.“ Für private Vorsorge genügten selbst genähte Mund-Nasen-Masken völlig.

Spontan beteiligt sich die Pfarrgemeinde Seliger Niels Stensen. Am kommenden Samstag, 28. März in der Zeit von 10 bis 13 Uhr, haben alle fünf Pfarrheime für die Abgabe von Materialspenden geöffnet. Mit dieser Aktion, die mit der Kommune abgestimmt ist, hofft die Arztpraxis, „besonders in den hochsensiblen pflegerischen und medizinischen Bereichen zu einer Entspannung der Versorgungsssituation beitragen zu können“.

Abgabeorte:
Gemeindehaus St. Margareta, Bahnhofstraße 113, Lengerich;
Pfarrheim St. Christophorus, Birkenweg 7, Ladbergen;
Pfarrheim Maria Frieden, Bergstr. 4, Lienen;
Pfarrheim „Treffpunkt“, Brauerstraße 3a, Tecklenburg; 
Katholische Kirche St. Hedwig, Elbinger Str. 2, Leeden.

Malteser-Krankenhaus in Duisburg gibt Nähanleitung heraus

Wer privat vorsorgen möchte, kann sich selbst einen Mundschutz nähen. Das Malteser-Krankenhaus St. Anna in Duisburg hat eine Anleitung zum Nähen von Mundschutz auf Facebook gestellt. Die Damen, die dort sonst für die Neugeborenen stricken, haben sich jetzt auf das Nähen für Schutzkleidung im Privatgebrauch verlegt. Hier geht es zur Anleitung.