RECHT

AfD-Kandidatur: Diakonisches Unternehmen entlässt Mitarbeiterin

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Sie tritt im September bei den niedersächsischen Kommunalwahlen für die rechtsradikale Partei an. Der Hospizträger aus Jever will das nicht hinnehmen.

Von epd

Das diakonische Unternehmen „Mission:Lebenshaus gGmbH“ hat in Jever eine Mitarbeiterin entlassen, die bei den niedersächsischen Kommunalwahlen am 13. September für die AfD kandidiert. Das teilte das Unternehmen mit.

Die „Mission:Lebenshaus gGmbH“ ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Bremer Inneren Mission. Die Organisation wollte am Mittwochnachmittag, 19. August, in Bremen über die ausgesprochene Kündigung informieren. Die „Mission:Lebenshaus“ betreibt insgesamt sechs Hospize in der Region.

Unterstützung durch AfD-Politiker

Die gekündigte Mitarbeiterin hatte die Kündigung über die sozialen Medien der AfD selbst bekannt gemacht. Sie habe zuvor eine Abmahnung erhalten. Außerdem habe ihr Arbeitgeber sie aufgefordert, schriftlich von der Kandidatur zurückzutreten. Sie kündigte in einem Social-Media-Beitrag an, „alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel auszuschöpfen“.

In dem Video wird die Frau von dem AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert unterstützt. Er war vor kurzem vom Wahlausschuss des Landkreises Friesland von der Kandidatur als Landrat ausgeschlossen worden.

Er warf dem diakonischen Verein eine Straftat vor und verwies auf Paragraph 108 des Strafgesetzbuches. Danach ist bereits der Versuch strafbar, jemanden in einem beruflichen Abhängigkeitsverhältnis zu nötigen oder daran zu hindern, zu wählen oder sein Wahlrecht in einem bestimmten Sinne auszuüben.

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