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In Fulda gründet sich die AfD-Jugend Hessen, katholische Jugendverbände protestieren. Wie der Bischof sie unterstützt.
Vor einem Demokratiefest in Fulda hat Bischof Michael Gerber Teilnehmende aus katholischen Jugendverbänden gesegnet und sie im Einsatz für gesellschaftlichen Zusammenhalt bestärkt. „Ich bin dankbar, dass junge Menschen heute Verantwortung übernehmen – friedlich, sichtbar und gemeinsam“, sagte der Bischof laut seiner Pressestelle. Das von der Vereinigung „Fulda stellt sich quer" veranstaltete Fest protestiert gegen die zeitgleiche Gründung des hessischen Landesverbands der AfD-Jugend „Generation Deutschland“ in Fulda.
„Als Christinnen und Christen wissen wir: Maßstab unseres Handelns ist immer der konkrete Mensch in seiner unantastbaren Würde“, sagte Gerber. „Wo Menschen herabgesetzt, ausgegrenzt oder gegeneinander ausgespielt werden, dürfen wir nicht gleichgültig bleiben.“
Gerber: Sich früh für Demokratie einsetzen
Christen müssten früh und klar für Demokratie, Menschenwürde, Religionsfreiheit und die freiheitliche Ordnung eintreten, betonte der Bischof. Entscheidend sei, eine tragfähige Kultur des Respekts, des Zuhörens und des demokratischen Miteinanders zu stärken.
„Fulda stellt sich quer“ will nach eigenen Angaben ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Man organisiere vor dem Tagungsort der AfD-Jugend ein ganztägiges Programm mit überregional bekannten Musikgruppen, sagte der Vorsitzende Andreas Goerke. Zur Teilnahme aufgerufen haben neben katholischen Jugendverbänden unter anderen der evangelische Fuldaer Dekan Thorsten Waap, der Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen, der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen, der Landesausländerbeirat und der Landesfrauenrat.