ÖKUMENE

Überraschungskandidat aus Bistum Münster wird altkatholischer Bischof

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Die altkatholische Kirche in Deutschland hat einen neuen Bischof. Gewählt wurde ein Kandidat, der einmal Priester des Bistums Münster war.

Eine Außerordentliche Synode hat den Kölner Pfarrer Jürgen Wenge (63) in Karlsruhe zum elften Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken gewählt. Auf den ehemaligen Priester des Bistums Münster entfielen im zweiten Wahlgang 92 der 127 abgegeben Stimmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Er setzte sich damit gegen zwei andere Kandidaten durch. Wenge folgt auf Matthias Ring, der das Bistum von 2010 bis 2026 leitete. Sitz des Bischofs ist Bonn.

Nach dem ersten Wahlgang hatte Wenge eine Übernahme des Bischofsamtes aus Altersgründen ausgeschlossen. Weil aber bereits 61 Stimmen auf ihn entfielen, änderte er seine Meinung: „Ich habe mich im Zugehen auf diese Bischofswahl lange Zeit nicht damit anfreunden können, das Bischofsamt zu übernehmen, habe dann aber deutlich gespürt, dass die hohe Stimmenanzahl im ersten Wahlgang eine synodale Legitimation für eine Bereitschaftserklärung ist.“ Nach Angaben des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken wird Wenge am 20. Februar 2027 zum Bischof geweiht.

Ehemaliger Münsteraner Priester

Wenge wurde 1962 in Recklinghausen geboren und wuchs in Waltrop auf. 1989 empfing er durch Bischof Reinhard Lettmann die Priesterweihe für das Bistum Münster. Nach Stationen in Mettingen, Recke und Burgsteinfurt war Wenge von 1994 bis 1996 als Hochschul- und Studentenpfarrer an der Katholischen Hochschulgemeinde Münster tätig. 

Anschließend verließ der Geistliche das Bistum Münster und trat in das Katholische Bistum der Alt-Katholiken über. Von 2010 bis 2020 übte er unter Ring das Amt des Generalvikars aus, dem er 2009 bei der Bischofswahl unterlegen war. Wenge ist verheiratet und zweifacher Vater.

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