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Malteser in der Stadt Oldenburg wollen umziehen

Am Platz der abgerissenen Kirche soll eine Rettungswache entstehen

  • Die Malteser in der Stadt Oldenburg wollen mit Rettungswache und anderen Diensten umziehen.
  • Der alte Standort reiche nicht mehr aus, sagt Geschäftsführer Roland Keller.
  • Die neue Rettungswache könnte auf dem Grundstück der ehemaligen Kirche St. Bonifatius stehen, die gerade abgerissen wurde.
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Der Malteser-Hilfsdienst (MHD) in der Stadt Oldenburg sucht mit seiner Rettungswache und den anderen Diensten dringend einen neuen Standort. Möglicherweise hat er ihn jetzt gefunden: auf dem Gelände der früheren Kirche St. Bonifatius im Stadtteil Donnerschwee. Erste Pläne hat MHD-Stadtgeschäftsführer Roland Keller im Bauausschuss des Stadtrats vorgestellt.

Der MHD sei schon einige Zeit auf der Suche, berichtet Keller. Den alten Standort in der Nähe des Zentrums werde man auf jeden Fall aufgeben müssen: „Dort platzen wir aus allen Nähten“, sagt Keller im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“.

Malteser verhandeln mit dem Offizialat

Das Bischöfliche Offizialat Vechta hatte das Gelände der ehemaligen Kirche St. Bonifatius als neuen Standort ins Gespräch gebracht. Darüber stehe man mit der Behörde nun „in ersten Überlegungen und Verhandlungen“, sagt Keller. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Die Kirche St. Bonifatius ist im November profaniert und in den ersten Wochen des Jahres abgerissen worden. Sie war eine der drei Kirchen der Pfarrei St. Marien und wurde laut Lokalem Pastoralplan aufgegeben, um andernorts einen neuen Schwerpunkt zu setzen.

Mehr Platz für Fahrzeuge

Für den MHD sei das Gelände an einer belebten Ausfallstraße der Stadt attraktiv, sagt Keller. Die Rettungswache liege dann nahe der Autobahn und könne einen größeren Bereich abdecken, vor allem im Norden der Stadt.

Neben der Berufsfeuerwehr und der Johanniter-Unfallhilfe sorgt der MHD seit 1980 im Auftrag der Stadtverwaltung für Rettungsdienst und Krankentransport in Oldenburg. Zurzeit setzt er dort drei Rettungs- und fünf Krankenwagen ein. Zudem unterhalten die Malteser einen ambulanten Pflegedienst mit zehn Dienstwagen. Allein dieser gestiegene Platzbedarf mache einen Umzug notwendig, betont Keller.

Zu wenig Raum für alle Dienste

Aber auch die weiteren Dienste der Malteser seien am alten Standort angesichts stetig wachsender Aufgaben und veralteter Gebäudestruktur nur schwer weiterzuführen. Der vorhandene Raum könne auch nicht sinnvoll umgebaut werden.

Neben Rettungs- und Pflegedienst sind die Malteser in Oldenburg zum Beispiel aktiv in der Erste-Hilfe-Ausbildung und im Katastrophenschutz. Sie unterhalten aber auch Projekte wie das „Café Malta“ für Menschen mit Demenz zur Entlastung von Angehörigen. Oder die „Malteser-Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung“. Dort finden Menschen, oft Flüchtlinge ohne Aufenthaltsberechtigung, anonyme medizinische Erstversorgung.

Insgesamt sind beim MHD in der Stadt Oldenburg 64 Mitarbeiter haupt- und nebenberuflich beschäftigt. Dazu kommen 41 aktive Ehrenamtliche.

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