Erzbischof Schick erinnert an verfolgte Christen

Am „Tag der Menschenrechte“ Ruf nach Religionsfreiheit

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat zum „Tag der Menschenrechte“ am Sonntag zur Religionsfreiheit aufgerufen. Der Vorsitzende der Weltkirche-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz erinnerte vor allem an Christen, die an der Ausübung ihres Glaubens gehindert oder deshalb bedrängt würden.

„Wir erleben derzeit die größte Christenverfolgung aller Zeiten“, sagte Schick. „Da dürfen wir nicht wegschauen.“ Dabei stehe die Forderung nach Religionsfreiheit für alle Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt würden.

„Wer dem Menschen die Religion nimmt, nimmt ihm Würde“

Schick nannte die Religionsfreiheit den Dreh- und Angelpunkt der Menschenrechte. Kein anderes Gut sei mit der Würde des Menschen so tief verbunden wie seine Religion. „Wer dem Menschen seine Religion nimmt, beraubt ihn am tiefsten seiner Würde, die ihm Gott geschenkt hat.“ Religionsfreiheit sei auch mit anderen Menschenrechten wie der Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit unteilbar verbunden.

Die Menschenrechte seien 1948 als allgemeingültige Individualrechte festgeschrieben worden. Sie könnten daher nicht mit dem Hinweis auf andere Kulturen und Traditionen ausgehebelt werden.