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Sicherheitsbehörden und Justiz haben offenbar einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt verhindert. Wer der Tatverdächtige ist.
Ein Student der Katholischen Universität Lublin soll einen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Polen geplant haben. Wie der Pressesprecher des Geheimdienstkoordinators der polnischen Regierung mitteilt, verhängte ein Gericht eine dreimonatige Untersuchungshaft gegen den 19-Jährigen. Der Mann habe sich Wissen über die Herstellung von Sprengstoff angeeignet und vorgehabt, mit dem Anschlag die Terrororganisation „Islamischer Staat“ zu unterstützen.
Die Universität suspendierte nach eigenen Angaben den Studenten umgehend. Man behalte sich vor, ihn endgültig von der Universität auszuschließen, sagte Uni-Sprecher Wojciech Andrusiewicz vor Journalisten.
In Lublin lehrte Johannes Paul II.
„Natürlich bedauern wir, dass ein Student der Katholischen Universität Lublin in eine solche Situation geraten ist“, betonte er. Es handle sich um einen Jura-Studenten im ersten Studienjahr. Man könne vielleicht sagen, er habe sich noch nicht vollständig in die Wertewelt der katholischen Universität eingefunden.
An der ältesten katholischen Universität Polens sind rund 10.000 Studierende eingeschrieben. Sie wurde 1918 gegründet und führt seit 2005 den Beinamen „Johannes Paul II.“ Der Papst aus Polen hatte an der Hochschule selbst von 1954 bis zu seiner Wahl 1978 unterrichtet. 22 Jahre lang leitete er das Fachgebiet Ethik der Philosophischen Fakultät.