GLAUBE

Anselm Grün klagt über fehlende spirituelle Angebote in Gemeinden

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Der Benediktinerpater aus Münsterschwarzach ist ein gefragter geistlicher Lehrer. Warum die Katholikentage für ihn ein Gegenmodell darstellen.

Von KNA

Ausreichende spirituelle Angebote in Pfarreien vermisst der bekannte Benediktinerpater und Buchautor Anselm Grün. „Außer Gottesdiensten gibt es oft keine Bibelarbeit oder Meditationsgruppen und all diese Angebote, nach denen die Menschen sich sehnen“, sagte Grün im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur.

Das liege unter anderem an dünnen Personaldecken, ergänzte der Benediktiner. Teilweise spiele aber auch eine mangelnde Bereitschaft bei den Gläubigen eine Rolle: „Ich kenne sehr engagierte Pfarrer, die keinen großen Erfolg haben, weil die gesellschaftliche Evidenz einfach ein Stück gegen die Kirche spricht.“

Veranstaltungen wie Katholikentage seien da anders, so Grün weiter, der auch auf dem kommenden Katholikentag in Würzburg zu Gast sein wird. Dort könnten die Menschen sich aus einer Vielzahl spiritueller Angebote aussuchen, was für sie passt. Ähnliches gelte für Erfahrungen von Gemeinschaft. „Viele Leute haben das Gefühl, im Alltag wenig Menschen zu finden, mit denen sie den Glauben teilen können.“ Bei Gelegenheiten wie Katholikentagen könnten sie Gleichgesinnte treffen.

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