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Der Antonius-Altar des Xantener Doms stammt aus dem 16. Jahrhundert. Warum das Werk den Dom vorübergehend verlassen musste.
Es ist ein 500 Jahre altes Puzzle, das Verena Ebel und Sarah Grimberg mit größter Sorgfalt behutsam zusammensetzen. Filigran aus Eichenholz geschnitzte Ranken, Figuren in festlichen Gewändern, kleine Engel – sie alle sollen am Ende wieder ihren angestammten Platz finden. Als der Blick der beiden Restauratorinnen nach mehreren Tagen auf den wiederhergestellten Antonius-Altar im Xantener Dom fällt, nicken sie zufrieden. „Es fehlt nichts, und es ist auch kein Teil übriggeblieben“, sagt Verena Ebel schmunzelnd.
Mehrere Jahre lang war den Besuchern des Gotteshauses der Blick auf den Antonius-Altar, der links neben dem Hauptaltar steht, verwehrt geblieben. Das Kunstwerk, dessen Schnitzarbeiten um 1505 von Dries Holthuys, Henrik van Holt und Jacob Dericks gefertigt wurden, hatte in den vergangenen Jahrzehnten schwer gelitten. Insbesondere die leuchtenden Farben – von Experten „Fassung“ genannt – mussten dringend konservatorisch behandelt werden, um nicht für immer verloren zu gehen, heißt es in einer Pressemitteilung.