BILDUNGSSTÄTTE

Vechta: Katholisches Antoniushaus wird umfassend modernisiert

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Das Bildungshaus im Oldenburger Land wird für die Sanierung nicht geschlossen. Wie lange die Maßnahme dauern soll.

Das katholische Bildungs- und Exerzitienhaus St. Antonius in Vechta (Oldenburger Land) wird umfassend modernisiert. Das teilt das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) in einer Pressemitteilung mit. Zuletzt wurde es laut Angaben Anfang der 2000er Jahre saniert, dabei sei ein Saal angebaut worden.

Das Antoniushaus bietet Platz für 45 Übernachtungsgäste und hat sechs Tagungsräume unterschiedlicher Größe. Jetzt will die Trägerstiftung die Bildungsstätte "grundlegend sanieren, energetisch verbessern und so umbauen, dass eine offene und transparente Atmosphäre entsteht", heißt es in der Mitteilung.

Umbau im laufenden Betrieb

Dafür sollen Gästezimmer, Tagungsräume, sanitäre Einrichtungen, Küche und Empfangsbereiche heutigen Standards gerecht werden. „Bildung ist ein Schlüssel für Kirchenentwicklung. Dafür brauchen wir ausgezeichnete Räume“, sagt Pfarrer Marc Röbel, Vorstand der St.-Antoniushaus-Stiftung.

Die Umbaumaßnahmen sollen im laufenden Betrieb erfolgen und sind über drei Jahre gestreckt, sagt BMO-Pressesprecher Johannes Hörnemann gegenüber Kirche+Leben. „Sie beginnen mit der Küche.“ Zuletzt soll die Sanierung des Schlaftraktes im Exerzitienhaus laut Planungen im Frühjahr 2029 abgeschlossen werden. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem der Austausch der Fenster, die Sanierung des Daches, die Erneuerung der Heizungsanlage, eine Erweiterung des Speiseraums und die Einrichtung einer Photovoltaik-Anlage.

Wie das Antoniushaus werden soll

„Wir möchten das Haus so gestalten, dass es weniger als ‚Fuchsbau‘ wirkt, in dem man sich zurechtsuchen muss. Das St. Antoniushaus soll ein offenes, freundlich-helles und leicht zugängliches Haus sein“, beschreibt Hausleiterin Petra Focke.

„Wir werden auch daran arbeiten, dass das St. Antoniushaus für Passanten von außen gut sichtbar als profilierte, katholische Bildungseinrichtung erkennbar ist“, kündigt Röbel an. Dazu gehöre auch ein moderner Eingangsbereich mit viel Licht und Glas.

Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln

Die Stiftung als Trägerin sei auf Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln angewiesen, berichtet Röbel. Auch deshalb sei vor den Entscheidungen über die Maßnahmen sorgfältig über den Bedarf und den Auftrag des Hauses beraten worden.

„Ich bin froh, dass der Pastoralrat und der Kirchensteuerrat unsere Ideen unterstützen. Im jetzigen Zustand hat das geschichtsträchtige Haus keine Zukunft. Mit der Sanierung stärken wir es als eines der drei katholischen Bildungshäuser im Offizialatsbezirk“, erklärt Stiftungs-Vorstand Marc Röbel.

Höhe der Kosten

Zur Höhe der Umbaukosten werden bislang keine Angaben gemacht. „Für viele Teilprojekte der umfangreichen Maßnahmen, die ja zum Teil erst in zwei Jahren beginnen, wird noch mit Planzahlen kalkuliert. Verbindliche Angebote liegen noch nicht immer vor“, sagt Sprecher Hörnemann gegenüber Kirche+Leben.

Er ergänzt: „Die Stiftung St. Antoniushaus möchte deshalb nach Abschluss der Maßnahmen die Gesamtkosten und die Höhe der Förderung kommunizieren.“

Zur Geschichte des Antoniushauses in Vechta
Das St. Antoniushaus wurde 1895 als Knabenkonvikt gegründet. 1913 wurde das Konvikt in ein Lehrerseminar mit Wohnheim für Studenten umgewandelt. Ein weiterer wichtiger Schritt in der Geschichte des Hauses war der Ausbau zum Exerzitienhaus. Dafür wurde 1935 mit einem Neubau begonnen. 1939 wurde das Konvikt wegen ‚Mangel an nationaler Erziehung‘ aufgelöst und das Haus als Krankenhaus für Privatpatienten beschlagnahmt, da das Krankenhaus Vechta als Reservelazarett eingerichtet wurde.

Mit der Neugründung der Pädagogischen Akademie 1945 wurde das Antoniushaus als Wohnheim für Studenten genutzt. Aus der Bestimmung des Konvikts „zum Schutz der Schüler und Schule“ hat sich das Haus weiterentwickelt. Das St. Antoniushaus in Vechta ist heute eine katholische Exerzitien- und Tagungsstätte. Es wurde bis Anfang 2014 von den Schwestern Unserer Lieben Frau geleitet. Seit dem 1. Mai 2014 wird das Profil der Einrichtung unter einer neuen Leitung beständig weiterentwickelt. (bmo)

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