Lamberti-Pfarrei geht neue Wege zu Beginn der Fastenzeit

Aschekreuz für Passanten – Aktion in Münsters Innenstadt

Aschekreuz „to go‘“: Erstmals können Passanten an Aschermittwoch, 6. März, das Zeichen für Buße und Umkehr auf dem Kirchplatz von St. Lamberti in Münster empfangen. Damit geht die Pfarrei neue Wege zu Beginn der Fastenzeit. „Wir möchten mit der Aktion nach draußen zu den Menschen gehen – als Kirche und als Pfarrei“, sagt Ursel Schwanekamp, Pastoralreferentin von St. Lamberti.

Unter dem Leitwort „Lass deine guten Vorsätze segnen“ lädt die Pfarrei ein, mit dem Aschenkreuz einen Neuanfang zu setzen. Von 12 bis 13 Uhr und von 16.45 bis 17.45 Uhr werden Mitglieder des Pastoralteams Passanten, die an diesem Tag keinen Gottesdienst besuchen können, an drei Stellen auf dem Kirchplatz das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen. Anschließend stehen sie bei Bedarf für ein Gespräch zur Verfügung.

Keine Konkurrenz zum Gottesdienstbesuch

Ein Konkurrenzangebot zum Empfang des Aschenkreuzes nach den Messen soll die Aktion ausdrücklich nicht sein: „Wir möchten vor allem die Menschen erreichen, die an die Fastenzeit denken, aber nicht mehr so eine starke kirchliche Bindung haben. Für sie kann das eine gute Gelegenheit sein, bewusst in die Fastenzeit zu starten“, erklärt Ursel Schwanekamp.

Das Aschenkreuz ist für katholische Christen ein Symbol der Vergänglichkeit des Lebens. Der Seelsorger zeichnet den Gläubigen mit der Asche aus verbrannten geweihten Palmzweigen ein Kreuz auf die Stirn. Dabei spricht er die Worte: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.“ Die Fastenzeit, auch österliche Bußzeit genannt, dauert 40 Tage (die Sonntage sind ausgenommen) und endet am Ostersonntag, dem Feiertag der Auferstehung Jesu. Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus der biblischen Überlieferung nach in der Wüste verbracht hat.