Bischof Felix Genn ruft zum persönlichen Einsatz für den Frieden auf

„AufKLANG“ endet mit klangvollem Gottesdienst

Klangvoller Tag, klangvoller Abschluss: Am Ende des „AufKLANGS“ für die Vorbereitungen des Katholikentags 2018 in Münster haben etwa 2000 Menschen im St.-Paulus-Dom mit Bischof Felix Genn einen Gottesdienst gefeiert. Auch ein Großteil der mehr als tausend Musiker waren in den Dom gekommen, die am Nachmittag die Stadt an verschiedenen Orten zum klingen gebracht hatten. Dem vollen Gesang im Gottesdienst war das deutlich anzuhören.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Leitwort der Großveranstaltung im kommenden Jahr „Suche Frieden“. So verteilten Bischof Genn und die Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster, Notburga Heveling, „Blanko-Friedensverträge“ an verschiedene Gruppen, Politiker und Religionsvertreter. „Machen wir uns auf den Weg und suchen wir in unserem Leben Menschen, mit denen wir Frieden schließen wollen“, sagte Genn in seiner Predigt. „Vielleicht ist es auch der Frieden, den man mit sich selbst schließen kann.“

Frieden suchen ohne Vorwürfe

Auf den Plakaten der verteilten Friedensverträge stehe nichts, weil man nicht mit einer Liste an Vorwürfen in die Verhandlungen gehen sollte, sagte Genn. Nur mit dem echten Willen, Frieden zu stiften, könne Leben gelingen. Das habe Jesus gezeigt: „Er ist erster Friedens-Sucher.“ Der Bischof motivierte die Gemeinde, sich mit Gott auf Friedenssuche zu begeben, auch in den Vorbereitungen auf den Katholikentag im kommenden Jahr. „Wir im Bistum wollen in den Frieden Gottes einsteigen und ihn fortsetzen.“

Der Chor aus St. Stephanus in Hochmoor feierte im Anschluss an den Gottesdienst den erfolgreichen „AufKLANG“. | Foto: Michael Bönte
Der Chor aus St. Stephanus in Hochmoor feierte im Anschluss an den Gottesdienst den erfolgreichen „AufKLANG“. | Foto: Michael Bönte

„Auf geht’s, lasst uns aus allen Teilen des Bistums aufbrechen zum Katholikentag“, rief Notburga Heveling den Gläubigen in ihrer Ansprache im Gottesdienst zu. Der Tag habe gezeigt, worum es Christen gehe. „Wir feiern nicht uns, sondern wir feiern, weil wir etwas zu sagen haben.“ Am Tag des „AufKLANGS“ sei dies in Münster im Gesang deutlich geworden. „Was uns bewegt, können wir nicht einsperren – es muss raus zu allen Menschen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Beteiligten eingeladen, auf dem Domplatz den Tag musikalisch und kulinarisch ausklingen zu lassen. Es war das Dankeschön des Bistums an die vielen Sänger, Musiker und Organisatoren, die ein Jahr vor dem Katholikentag gezeigt hatten, welche Atmosphäre die Veranstaltung in die Stadt bringen kann.