1200 Musiker singen und spielen in Münster

„AufKLANG“: Musik weckt Geschmack auf Katholikentag 2018

„AufKLANG“ mit viel Wetter-Glück: Trotz angekündigter Gewitter hat kein Musiker vor Regen oder Sturm Schutz suchen müssen. Die Veranstaltung ein Jahr vor dem Katholikentag in Münster ging aber nicht nur trocken über die Bühne. Sie brachte auch viel Schwung in die frühsommerliche Atmosphäre der Innenstadt. An 19 Plätzen haben etwa 60 Musikgruppen aus dem Bistum Münster Appetit auf die Stimmung der Großveranstaltung in der Domstadt im kommenden Mai gemacht.

Bunt gemischt präsentierten die Künstler Lieder unterschiedlichster Stilrichtungen. Das konnten die vielen Besucher schon auf kurzen Wegen erleben. Neben der Diözesanbibliothek etwa empfing sie der Kinder- und Jugendchor St. Ludgerus aus Duisburg-Walsum mit dem Lied „Ich wollt wie Orpheus singen“ des Liedermachers Reinhard Mey. Nur wenige Meter weiter gab es vom Chor St. Antonius gemeinsam mit dem Cäcilienchor aus Kevelaer Lateinisches: „Dona pro nobis...“ Während kurz darauf vor dem Landesmuseum Popmusik das Gaesdoncker Ulenberg-Ensembles zu hören war: „All of me.“

Gemischtes Publikum

Bei den Besuchern mischten sich die insgesamt etwa 1200 Musiker mit ihren Angehörigen und Freunden, aber auch mit vielen Passanten und Zaungästen in der geschäftigen Stadt. Keine Bühne, an denen sich nicht die Menschen versammelten, um das zu hören, womit Vorgeschmack auf den Katholikentag im kommenden Jahre gemacht werden sollte. Fahnen mit dem Katholikentags-Motto „Suche Frieden“ wiesen den Weg zu den Darbietungen.

„Das ist schon ein bisschen Gänsehaut“, gestand Anne Plotzitzka aus Ascheberg, die vor dem Bischofshaus dem Jugendorchester aus Uedem lauschte. „Auch weil alles so harmonisch ist und damit prima zum Friedens-Motto passt.“ Auch Judith Nierhaus aus Münster war begeistert von dem „Format“ der Veranstaltung: „An vielen Ort, mit vielen Menschen und vielen Melodien – was wollen wir mehr.“

Bischof Felix Genn machte gemeinsam mit dem Katholikentags-Beauftragten des Bistums Münster, Domkapitular Klaus Winterkamp, eine Runde durch die Stadt, um sich die Musiker anzuhören. „Es wird so viel diskutiert und kritisiert“, sagte er dabei sichtlich fröhlich. „Hier wird gesungen!“