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Worauf kommt es im Leben an? Unter anderem auf ein hörendes Herz, erklärt Max Weiß und legt die Lesungen dieses Sonntags aus.
Als Gott Salomo im Traum erscheint und ihm eine Bitte freistellt, erbittet der junge König weder Macht noch Reichtum, noch bittet er um ein langes Leben. Nein, worum er bittet, ist ein hörendes Herz, um die Kunst, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Damit berührt die Lesung aus dem Buch der Könige einen Grundzug der biblischen Weisheit. Sie meint die Fähigkeit, die Wirklichkeit im Licht Gottes zu verstehen und den Dingen ihren rechten Platz zuzuweisen.
Salomo bittet nicht darum, selbst festzulegen, was gut und was böse ist. Er bittet darum, die Ordnung zu erkennen, welche Gott in die Schöpfung hineingelegt hat. Wahre Weisheit beginnt deshalb mit dem Hören, denn das hörende Herz ist offen für eine Wahrheit, die größer ist als der Mensch selbst.
Eine neue Perspektive
Die Lesungen vom 17. Sonntag im Jahreskreis / Lesejahr A zum Hören finden Sie hier.
Aus dieser Perspektive erschließt sich das Evangelium in seiner ganzen Tiefe. Jesus erzählt zunächst die Gleichnisse vom Schatz im Acker und von der kostbaren Perle. Ein Mann findet einen Schatz, ein Kaufmann entdeckt eine Perle von außergewöhnlichem Wert. Beide verkaufen ihren sonstigen Besitz, um das Gefundene zu gewinnen.
Die Pointe dieser Gleichnisse liegt nicht im materiellen Wert von Schatz oder Perle. Entscheidend ist die Erkenntnis, welche die beiden gewinnen. Sie entdecken etwas, das so kostbar ist, dass alles andere dahinter zurücktritt. Nicht weil alles andere wertlos geworden wäre, sondern weil sie einen neuen Maßstab gefunden haben, von dem her sich ihr ganzes Leben neu bestimmen lässt. Jesus nennt diese Wirklichkeit das Reich Gottes.