BISCHOFSKONFERENZ

Bätzing: Es gibt keinen Grund, queere Segensfeier zurückzunehmen

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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz äußerte sich zu Beginn von deren Herbstvollversammlung in Fulda.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sieht keinen Grund dafür, die von der Bischofskonferenz erarbeitete Handreichung für Segensfeiern etwa für homosexuelle Paare zurückzunehmen. Es sei wichtig, in Ruhe den Weg zu gehen - und in Verbindung mit der Weltkirche.

Hintergrund sind Äußerungen von Papst Leo XIV. vor wenigen Tagen in einem Interview. Darin hatte er beklagt, in Nordeuropa würden Rituale erarbeitet, die weit über das hinausgingen, was 2023 mit der Erklärung „Fiducia supplicans“ des römischen Glaubensdikasteriums ermöglicht worden war. Deutschland hat Leo in dem Interview gleichwohl nicht explizit genannt. Das Dokument erlaubt Segnungen, allerdings ohne einen rituellen, gottesdienstlichen Rahmen und in mit minimalem Aufwand von wenigen Sekunden.

Bätzing: Kein Rituale

Bätzing betonte nun, Leo nehme nichts von dieser Erklärung zurück. Das sei ein wichtiges Zeichen. „Wir haben die Handreichung ‘Segen gibt der Liebe Kraft’ erarbeitet, maßvolle Erweiterungen vorgenommen für unsere pastorale Situation, aber wir haben kein Rituale für Segnungen veröffentlicht, sondern legen das in die Hand der Seelsorgerinnen und Seelsorger.“ Zudem sei die betreffende Handreichung der Bischofskonferenz „transparent und in Rücksprache mit dem Glaubensdikasterium in Rom“ erarbeitet worden.

Bätzing äußerte sich in einem Pressestatement vor Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda, die von heute an bis zum Donnerstag tagt.

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