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Teamsprecherin engagiert sich für Menschen mit Behinderung

Barbara Heitmann aus Dülmen: Seit 37 Jahren im Einsatz für Inklusion

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Schon mehr als 35 Jahre besteht in der Gemeinde St. Joseph in Dülmen die Gruppe der „Sonnenblumen“. Ursprünglich als integratives Projekt für Kinder gegründet, setzt sich die Gruppe jetzt aus jungen und älteren Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, die einmal im Monat etwas gemeinsam unternehmen. Barbara Heitmann ist beinahe von Anfang an dabei.

Seit inzwischen 25 Jahren ist Barbara Heitmann Teamsprecherin im Leitungsteam der „Sonnenblumen“, einer Gruppe von Menschen mit Behinderung in der Gemeinde St. Joseph in Dülmen. Aktiv ist sie bereits deutlich länger: „Als 14-Jährige bin ich 1984 von Margret Strätker angesprochen worden, ob ich nicht mal kommen und helfen wolle. Da bei mir in der Nähe drei Menschen mit Handicap wohnten, war das ganz normal für mich und nichts Besonderes. Seitdem treffen wir uns einmal monatlich, um gemeinsam etwas zu unternehmen, Spaß zu haben und aus dem Alltag herauszukommen.“

Das Programm umfasse beispielsweise Zoobesuche, Führungen in Museen und Burgen, Angeln mit dem Sportfischerverein, Tanzen in einer Tanzschule, Musical-Besuche, Basteln und Spiele. Auch Gottesdienste und Andachten gibt es regelmäßig.

Sonnenblumen im Garten geerntet

Nach dem so genannten „Jahr der Behinderten“ 1981 bildete sich auf Initiative von Willi Wessels und der damaligen Pastoralreferentin Marlies Schlomski eine Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung. „Alle mussten viel lernen. Die ersten Aktivitäten begannen 1983 mit Mal- und Bastelangeboten. 1986 hat Margret Strätker dann die Leitung übernommen. Wir haben einen Garten bearbeitet und Sonnenblumen geerntet. Daraus ist dann der Gruppenname entstanden: Sonnenblumen St. Joseph, erinnert sich Barbara Heitmann.

Regelmäßige Ausflüge

1996 übernahm sie mit Elfi Kersting die Leitung und amtiert seitdem als Teamsprecherin. „Zurzeit zählen wir etwa 60 Gruppenmitglieder. Sehr beliebt sind bei uns die ein- oder mehrtägigen Ausflugsfahrten. Im vergangenen Jahr konnten wir im Oktober eine Wochenendfahrt zum Dümmer See unternehmen“, sagt sie.

Heitmann ist neben den Anmeldungen noch für eine Reihe weiterer Dinge zuständig: So bemüht sie sich unter anderem um Spendengelder, stellt Anträge bei der Stadtverwaltung, nimmt an verschiedenen Sitzungen teil, macht Verträge, schreibt Einladungen, ist Ansprechpartnerin für die Medien, erledigt sämtlichen „Papierkram“ und verwaltet die gruppeneigenen Medien und Schriftstücke.

Dankbarkeit als Lohn

„Was man investiert, bekommt man durch die Freude und die Dankbarkeit der Gruppenmitglieder zurück. Informationen über uns gibt es auch bei Instagram und Facebook. Dafür sind jüngere Teammitglieder verantwortlich“, erklärt sie die Aufgabenteilung.

Barbara Heitmann hat ebenso landwirtschaftliche Wurzeln wie ihr Ehemann Martin, der schon viele Jahre als Regisseur bei der Spielschar der Katholischen Landjugend-Bewegung (KLJB) Dülmen mit Plattdeutsch-Stücken ehrenamtlich tätig ist. Die Hauswirtschaftsmeisterin ist in einem Kinderwohnheim in Dülmen in Teilzeit tätig. Vorher hat sie mehr als 20 Jahre lang im Dülmener Franz-Hospital, heute ein Standort der Christophorus-Kliniken, als Hauswirtschafterin gearbeitet. Die Eltern zweier erwachsener Töchter leben in der Bauerschaft Dernekamp auf dem eigenen Hof, der nicht mehr bewirtschaftet wird.

Hobbys? „Ich habe zehn Schildkröten, die zur Beruhigung beitragen. Und ich unterstütze die Spielschar der KLJB Dülmen im Hintergrund, wo ich früher selber aktiv war“, sagt Barbara Heitmann.

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