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Kurz vor der Kommunalwahl in NRW hat die symbolische Jugendwahl stattgefunden. Warum der BDKJ das Ergebnis als „schockierend“ einstuft.
Mehr als 22.000 junge Menschen haben in Nordrhein-Westfalen symbolisch bei der U16-Kommunalwahl ihre Stimme abgegeben. Dabei landete die SPD auf Platz eins mit rund 24 Prozent, gefolgt von der CDU mit knapp 23 Prozent und der Linken (knapp 15 Prozent). Die AfD auf Platz vier bekam von den jungen Menschen deutlich mehr Zuspruch als noch bei der U16-Wahl vor fünf Jahren, wie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend NRW mitteilte. Die symbolische Wahl findet rund zwei Wochen vor der Kommunalwahl in NRW statt und wird organisiert von Jugendverbänden, Jugendzentren und Schulen. Koordiniert wird sie vom Landesjugendring NRW.
Annika Jülich, Landesvorsitzende des BDKJ in NRW, sieht in den Ergebnissen eine wichtige Aufgabe für alle Beteiligten in der Politik: „Junge Menschen wählen die Parteien, von denen sie sich vertreten und angesprochen fühlen. Darum sollte diese U16-Wahl, auch wenn sie eine symbolische ist, für die Politiker*innen ein Weckruf sein: Junge Menschen wollen gehört werden. Denn sie sind die Wähler*innen von morgen, diese jungen Menschen wollen Demokratie mitgestalten – wenn sie denn auch ernst genommen werden.“
AfD gewinnt zehn Prozent
Rund zehn Prozent gewann die AfD im Vergleich zur U16-Kommunalwahl vor fünf Jahren. „Dass so viele junge Menschen eine mindestens in Teilen rechtsextreme Partei wählen würden, ist schockierend. Gleichzeitig sehen wir, dass 89 Prozent der Wähler*innen überzeugte Demokrat*innen sind“, sagt Jülich.