Anzeige
Am 13. August 1961 begann das SED-Regime mit der Errichtung der Anlage. Matthias Heinrich war damals sieben Jahre alt und erinnert sich gut.
Der Berliner Weihbischof Matthias Heinrich verbindet mit dem Mauerbau vor 65 Jahren zahlreiche persönliche Erfahrungen aus seiner Kindheit. „Ich war damals sieben Jahre alt. Wir hörten morgens im Radio, dass die Grenze geschlossen war. Ich spürte die Angst meiner Eltern und große Unsicherheit“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
Mit einem Gottesdienst in der Berliner Hedwigskathedrale erinnert das Erzbistum Berlin am Donnerstag an die Opfer der Mauer. „Es gab so viele, die unter dieser Diktatur litten, zum Teil bis heute leiden. Die politisch verfolgt wurden, ihre Ausbildung, ihr Studium und ihren Beruf nicht frei wählen durften, eingesperrt wurden oder an der Mauer starben, und viele andere Opfer, die man nicht übersehen sollte“, erinnerte Heinrich.
Das heutige Erzbistum Berlin habe die Mauer aber nicht zerstören können. Es blieb über die Mauer hinweg ungeteilt und behielt einen Bischof, eine Kathedrale, trotz aller Schwierigkeiten durch die DDR. „Die Verbundenheit blieb“, so Heinrich.