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Bischöfe aller Länder sind turnusmäßig aufgerufen, dem Papst über die Lage in ihrem Land zu berichten. Warum die Kubaner absagen.
Kubas Bischöfe haben den mit Spannung erwarteten Besuch bei Papst Leo XIV. Mitte Februar abgesagt. Wie das regierungskritische Portal "14ymedio" berichtet, sei die Entscheidung eine Folge der von der Regierung angekündigten Sparmaßnahmen. Nach Angaben der Führung in Havanna verfüge das Land angesichts ausbleibender Öllieferungen aus Venezuela und Kuba selbst nicht mehr über genügend Kerosin, um die auf der Insel landenden Flugzeuge für den Rest des Monats zu betanken.
Der turnusmäßige Ad-Limina-Besuch, bei dem die Bischöfe eines Landes dem Papst über die Lage in ihrem Land berichten, war für den 16. Februar geplant. Der Besuch hatte Medieninteresse ausgelöst, weil die Bischöfe einerseits die Ölblockade durch die USA kritisierten und andererseits die kommunistische Regierung zu strukturellen Veränderungen aufforderten.
Leo XIV. hatte inmitten wachsender Spannungen mit den USA beide Länder zum Dialog aufgerufen und sich dabei hinter die Stellungnahme der Bischöfe gestellt. Es war erwartet worden, dass der Austausch zwischen den Bischöfen und dem Papst zu einer weiteren gemeinsamen Vorgehensweise hätte beitragen können.