Rahmenpapier zu »praxistauglichem Lehrplan« weiterentwickeln

Bischof Genn für Kooperation der Kirchen beim Religionsunterricht

Religionsunterricht
Religionsunterricht im Gymnasium Maria Veen.Foto: Michael Bönte

Bischof Felix Genn setzt sich für eine Kooperation von evangelischem und katholischem Religionsunterricht ein. Ein entsprechendes Rahmenpapier der katholischen deutschen Bischöfe solle an den jeweilgen Schulen »zu einem praxistauglichen Lehrplan« weiterentwickelt werden, sagte Genn bei einer Tagung katholischer Religionslehrer in Borken. Bei der Umsetzung der Kooperation setze er »sein uneingeschränktes Vertrauen« in die Pädagogen an kirchlichen und staatlichen Schulen.

»Wir müssen einen Lehrplan erstellen, der katholische und evangelische Inhalte gleichberechtigt berücksichtigt«, sagte Tobias Voßhenrich von der Schulabteilung im Generalvikariat. Bei der Zusammenlegung des Religionsunterrichtes gehe es nicht darum, »die Organisation des Stundenplans für die Schulleitungen zu erleichtern«. Die Entscheidung sei »eine Reaktion auf die Realität«.

Wo getrennter Religionsunterricht aus Mangel an Schülern nicht zustande komme, sollten katholische und evangelische Kirche zusammenrücken, hieß es bei der Tagung. Schulen, die vor einer solchen Situation stünden, müssten für die konfessionelle Kooperation (KoKo) einen Antrag stellen. Ab wann der KoKo-Unterricht konkret eingeführt werden könne, stehe allerdings noch nicht fest.