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Nach sieben Monaten Umbau ist Gotteshaus wieder eröffnet

Bischof Genn weiht Altar in der frisch renovierten St.-Urbanus-Kirche

Nach sieben Monaten Umbau weihte Bischof Felix Genn am Sonntag den Altar in der frisch renovierten Kirche St. Urbanus in Rhade ein. In seiner Predigt erklärte der Bischof, warum die Altarweihe einem Spiel gleiche.

Nach sieben Monaten Umbau weihte Bischof Felix Genn am Sonntag den Altar in der frisch renovierten Kirche St. Urbanus in Rhade ein. Zur ersten heiligen Messe in der voll besetzten Kirche begrüßte Alfred Voss, leitender Pfarrer der Pfarrei St. Laurentius, erstmals den Bischof in Rhade, der auch den neuen Ambo segnete.

In seiner Predigt richtete Genn das Wort zunächst an die zahlreichen Kinder und erklärte ihnen, was während der Altarweihe passiert. „Es ist ein heiliges Spiel, das ihr intensiv und dicht erlebt.“ Elemente wie Wasser, Feuer, Brot, Wein und wohlriechende Öle kämen allesamt im Gottesdienst und der Weihe vor. Sie seien lebensnotwendig für die Menschen. Mit Wasser werde gesegnet und es erinnere an die Taufe als „die Quelle des Lebens für immer und ewig“. Das Feuer könne sehr gefährlich sein, sei aber auch ein Bild für die Liebe. „Alles, was zu unserem Leben und zu unserem Leben als Christen dazugehört, kommt hier in den Grundelementen vor“, fasste er zusammen.

Genn: Feuer auf dem Altar steht für die Liebe

Dann sprach Genn die Erwachsenen an und ging auf das Feuer ein. „Wir entzünden Feuer auf dem Altar. Es ist ein Zeichen dafür, dass Gott für uns brennt, dass er Feuer und Flamme für uns ist“, erläuterte der Bischof. Das Kommen Gottes geschehe aus reiner, voraussetzungsloser und bedingungsloser Liebe. „Nicht weil jemand dieses oder jenes geleistet hat, sondern weil du ‚du‘ bist als Mensch. Das ist die Botschaft des Christentums.“ Dieses Kommen Gottes geschehe bis hin zum Kommen am Kreuz, mitten hinein in alle Ungerechtigkeit und Bosheit. „Da stellt er sich hin wie ein harmloses, unschuldiges, machtloses und ohnmächtiges Lamm.

Er begibt sich als Gottessohn dahinein und kehrt die Mächte der Bosheit um. Er verwandelt sie in Leben und die Chancen sowie Möglichkeiten, lieben zu können“, betonte Genn. Auf dem Altartisch jeder Gemeinde werde deutlich, dass dieses Lamm die Sünden der ganzen Welt trage. Dies werde immer wieder in der Eucharistie gefeiert. „Dafür lohnt es sich, dass sich eine Gemeinde engagiert, einen Altar errichtet und neu konstruiert, wenn die Notwendigkeiten sich ergeben. Deshalb wird die Weihe so spielerisch gefeiert. Mitten im Alltag, wo alles sich verflachen kann, denken wir daran, dass es jemanden gibt, der für uns Feuer und Flamme ist“, sagte Genn.

Reliquie des heiligen Urbanus im neuen Altar

Nach seiner Predigt brachte der Bischof eine Reliquie des Patrons, des heiligen Urbanus, in den Altar ein. Anschließend besprengte er den Altar mit Weihwasser, salbte ihn mit Chrisam und verbrannte an fünf Stellen Weihrauch auf dem Altar. Nach dem Weihegebet zündete Diakon Gregor Lohrengel die Kerzen an. Anschließend feierte Genn gemeinsam mit Pfarrer Alfred Voss, Pfarrer Jürgen Zahn, Pfarrer em. Heinz Bruder, Pfarrer Martin Peters und den beiden Diakonen Gregor Lohrengel und Burkhard Altrath sowie den Gottesdienstbesuchern erstmals die Eucharistie an dem neuen Altar.

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