„Kirche-und-Leben.de“ überträgt am Sonntag ab 14.30 Uhr live

Bischof Genn weiht zwei angehende Priester zu Diakonen

Am Sonntag weiht Bischof Felix Genn im St.-Paulus-Dom zwei Männer zu Diakonen. Der Diakonat ist eine Zwischenstufe zwischen dem Abschluss des Theologie-Studiums und der Priesterweihe an Pfingsten 2020.

Bis dahin absolvieren sie ihr Diakonatsjahr in der Pfarrei, in der sie seit 2018 bereits erste seelsorgliche Erfahrungen im Gemeindejahr gewonnen haben. Die beiden Priesteramts-Kandidaten sind Jan Tasler und Fabian Guhr.

Jan Tasler

Der 25-jährige Coesfelder ist seit März 2018 in seinem Gemeindejahr in der Pfarrei St. Gertrud Lohne aktiv, wie aus einer Meldung der Bischöflichen Pressestelle hervorgeht. Zu seinen Aufgaben gehören der Religionsunterricht, die Messdienerarbeit und Firmkatechese. Gerade die Firmkatechese war es, die Tasler den Impuls dazu gab, Priester zu werden, da er bereits seit Jahren in dieser als Katechet mitgewirkt hat. „Da habe ich gespürt, dass das gemeinsame Unterwegssein in der Kirche mir in meinem Leben am meisten gibt“, teilte er der Bischöflichen Pressestelle mit.

Tasler wollte zunächst Pastoralreferent werden. „Nach und nach“ entschied er sich doch für eine Priesterweihe. Während seiner Ausbildung habe er immer den Wunsch gehabt, „mit anderen als Kirche unterwegs zu sein“, auch wenn sich sein Bild der Kirche gewandelt habe und er „dunkle Phasen“ erlebt habe, wie der 25-Jährige sagt.

Fabian Guhr

Der gebürtige Nottulner ist 26 Jahre alt. Sein Gemeindejahr absolviert er in der Pfarrei St. Antonius Rheine. Neben dem Religionsunterricht und der Firmvorbereitung gestaltet er den Jugendbereich mit und arbeitet an neuen Gottesdienstformen. Guhr durchlief eine „klassisch katholische Karriere“, war Messdiener und später Messdiener-Leiter. Deshalb kam ihm die Idee, Theologie zu studieren – jedoch parallel zu einem wirtschaftlichen Studiengang.

Diesen Weg schlug er doch nicht ein, nachdem ihm ein Kaplan in seiner Heimatpfarrei in einem Gespräch sagte, er habe immer gewusst, dass Guhr in eine „geistliche Richtung“ gehen werde. „Dieser Satz hat mich nicht losgelassen“, sagte Guhr der Bischöflichen Pressestelle. Er wollte den Weg ausprobieren, auch wenn es kritische Fragen gegeben hat, beispielsweise hinsichtlich des Zölibats.

Neue Aufgaben nach der Weihe

Die Aufgaben von Guhr und Tasler werden sich nach der Diakonweihe erweitern. Denn dann dürfen sie auch taufen, trauen und beerdigen.

„Kirche-und-Leben.de“ übeträgt den Gottesdienst der Diakonweihe am Sonntag um 14.30 Uhr live. Wenige Minuten vor Beginn erscheint auf der Startseite ein violetter Balken. Ein Klick darauf führt zur Übertragung.