POLITIK

Katholikentag: Heiner Wilmer verteidigt AfD-Ausschluss

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Immer wieder werden Forderungen laut, auch die rechtsradikale Partei zum Christentreffen einzuladen. Münsters ernannter Bischof sieht das anders.

Von KNA

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, verteidigt die Nicht-Einladung von AfD-Vertretern zum laufenden Katholikentag. Die Kirche stehe für Schwächere, Bedrängte und Menschen in Not ein, sagte er am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. „Es kann nicht darum gehen, Menschen auszugrenzen“, mahnte er. So könnten öffentlich geäußerte Parolen wie „Deutsches Blut auf deutschem Boden“ nicht geduldet werden: „Das erinnert uns an die dunkelste Vergangenheit.“

Wichtig sei, gegen extremistische Positionen von vornherein klare Kante zu zeigen: „egal, von welcher Seite, ob von rechts oder von links“. Das Evangelium rufe dazu auf, offen zu sein – insbesondere gegenüber Menschen, denen es nicht gut gehe. Der Katholikentag findet bis Sonntag in Würzburg statt.

Wilmer ruft zum Zusammenhalt auf

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Willkommen in Würzburg! Wenn Sie beim Katholikentag dabei sind, erwartet Sie Chefredakteur Markus Nolte am Stand von Kirche+Leben und Emmaus-Reisen im Zelt der Nordbistümer, in dem sich auf Einladung der Darlehnskasse Münster (DKM) die Diözesen Münster, Osnabrück, Hildesheim und Hamburg präsentieren. Sie finden uns nach einem kurzen Gang von der Würzburger Innenstadt über die Friedensbrücke rechts direkt am Mainufer (Stand FB-N-19).

Die Botschaft des Katholikentags – der BibelversHab Mut, steh auf!“ – richte sich an alle Menschen, fügte Wilmer hinzu. In Deutschland gehe es derzeit darum, nicht in Jammern oder Hysterie zu verfallen, sondern zusammenzustehen und „den Rücken gerade zu machen, vor allem, wenn Menschen bedrängt werden, wenn Minderheiten in die Ecke gedrängt werden“. Dazu gehöre auch, sich von Ängsten nicht lähmen zu lassen. „Wir sind nicht allein, wir sind stark – vor allem auch, wenn wir zusammenhalten.“

Dieses Motto gelte auch für die katholische Kirche, betonte der Bischof auf die Frage, inwieweit bei strittigen Themen das Gespräch mit Papst Leo XIV. gesucht werde. Kirche könne „gar nicht anders als politisch sein“: nicht partei- oder tagespolitisch, aber als „Anwältin der Erde“, erläuterte Wilmer. „Kirche muss den Schrei der Schöpfung hören. Kirche muss achtsam sein, wenn wir schäbig mit der Umwelt umgehen, wenn humanitäre Katastrophen sich entwickeln.“ In diesem Zusammenhang erinnerte er an den Südsudan und Afrika als „vergessenen Kontinent“.

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