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Bald wird der Ordenspriester als Bischof von Hildesheim verabschiedet. Die Entscheidung fiel ihm nicht leicht.
Der scheidende Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hat seinen Wechsel nach Münster verteidigt. Zwar habe ihn das Domkapitel von Münster gewählt und gefragt. Aber dahinter stehe letztlich auch der Papst, sagte der Geistliche bei einer Pressekonferenz in Hildesheim. „Das ist schon ein heiliger Ernst, dem ich mich nicht entziehen kann.“
Zwar hätte er die Berufung ablehnen können, so der 65-Jährige weiter. „Aber ich hätte dann auch innerlich aufhören müssen als Bischof von Hildesheim.“ Als Bischof bitte er immer wieder Priester, Seelsorger und andere Mitarbeiter, neue Aufgaben zu übernehmen. Wer das anderen Menschen abverlange, müsse dazu auch selbst bereit sein. „Ich will morgens auch noch vernünftig in den Spiegel gucken können.“
Heiner Wilmer: „Es gab schon auch Tränen“
Viele Menschen im Bistum Hildesheim seien traurig über seinen Weggang, sagte Wilmer. „Es gab schon auch Tränen – im Bischofshaus und auf der Straße.“ Auch ihm selbst falle der Abschied schwer. Dennoch zeigte er sich überzeugt, dass das Bistum ohne ihn gut weiterarbeiten werde. Er habe von Beginn an auf Teamarbeit gesetzt. Das Bistum sei finanziell solide aufgestellt und habe in den vergangenen Jahren den Mut gehabt, neue Wege zu gehen.
Wilmer steht seit fast acht Jahren an der Spitze des Bistums Hildesheim, zu dem knapp 500.000 Katholiken zwischen Harz und Nordsee gehören. Am Sonntag, 21. Juni, wird er als neuer Bischof von Münster eingeführt. Im Februar wurde er zudem zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.
Wilmer wird Samstag verabschiedet
Bereits am Samstag, 6. Juni, wird Wilmer um 10.00 Uhr mit einem Gottesdienst im Hildesheimer Mariendom aus dem Bistum verabschiedet. Nach seiner Einschätzung dürfte die Suche nach einem Nachfolger für Hildesheim rund ein Jahr dauern.