ERZBISTUM KÖLN

Wilmer würdigt Woelki: Zeugenschaft mit einsamen Momenten

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Was der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Münsteraner Bischof zum 70. Geburtstag des Kölner Kardinals schreibt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Münsters Bischof Heiner Wilmer, hat das kirchliche Engagement von Kardinal Rainer Maria Woelki gewürdigt. Der Kölner Erzbischof stelle seinen Dienst in das Leben der Kirche und wolle ein „authentischer Zeuge des Evangeliums“ sein, schreibt Wilmer in einem Gastbeitrag für die „Kölner Kirchenzeitung“. Anlass ist Woelkis 70. Geburtstag am 18. August.

Für den Kardinal sei dessen bischöflicher Wahlspruch „Wir sind Zeugen“ (Apg 5,32) zu einer „Art Lebensprogramm“ geworden, so Wilmer. „Als Zeuge Christi will er nicht in den eigenen Mauern bleiben, sondern bei und mit den Menschen unterwegs sein.“ Das sei „mitunter nicht immer leicht gewesen, und auf dem Weg gab es viele einsame Momente“. 

„Unvergessene“ Beispiele

Als Beispiele für Woelkis Engagement nennt Münsters Bischof Woelkis Einsatz für bezahlbaren Wohnraum im Erzbistum Köln und für Geflüchtete. Der Fronleichnamsgottesdienst 2016 auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom, bei dem der Kardinal ein sieben Meter langes Fluchtboot als Altar nutzte, bleibe „unvergessen“.

Auch Woelkis Haltung zur kirchlichen Entwicklung sei „klar“, schreibt Wilmer. Er wolle das Evangelium „im Hier und Jetzt“ verkünden und habe mit dem Neuevangelisierungs-Kongress „kommt & seht“ Akzente gesetzt. Nicht zuletzt scheue der Kardinal bei der „Frage, wie wir eine synodale Kirche sind, nicht die Auseinandersetzung“.

Woelkis Lebensweg

Rainer Maria Woelki wurde am 18. August 1956 in Köln geboren und 1985 von Kardinal Joseph Höffner zum Priester geweiht. Nach seiner Tätigkeit als Weihbischof im Erzbistum Köln wurde er 2011 als Nachfolger von Kardinal Georg Sterzinsky zum Erzbischof von Berlin ernannt. 2012 nahm ihn Papst Benedikt XVI. in das Kardinalskollegium auf. 

Seit 2014 ist Woelki Erzbischof von Köln. Während seiner Amtszeit wurden ihm wiederholt Versäumnisse im Umgang mit sexualisierter Gewalt vorgeworfen. In diesem Zusammenhang kam es zu mehreren kirchenrechtlichen Anzeigen und einer Apostolischen Visitation im Erzbistum Köln

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