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Französisches Bistum Creteil sucht kreativ nach Geldquellen

Bischof will sein Haus verkaufen - um Missbrauchsopfer zu entschädigen

  • Das französische Bistum Creteil im Großraum Paris will das Bischofshaus verkaufen.
  • So soll der Entschädigungsfonds für Opfer sexuellen Missbrauchs aufgestockt werden.
  • Die Bewohner, der Bischof und der Generalvikar sollen dafür umziehen.
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Das französische Bistum Creteil im Großraum Paris will das Bischofshaus verkaufen, um den Entschädigungsfonds für Opfer sexuellen Missbrauchs aufzustocken. Die Ankündigung von Bischof Dominique Blanchet wurde am Wochenende in allen Gottesdiensten der Diözese verlesen, wie die Zeitung „La Croix“ (Montag) berichtet.

„Wir hatten nicht viele Möglichkeiten, einen institutionellen Beitrag zu leisten, weil wir ein junges Bistum sind“, erläutert Sprecherin Carine Cloix. Zudem habe man unbedingt vermeiden wollen, Gelder für Pfarreien oder Seelsorge zu beschneiden. „So fiel die Wahl auf das Bischofshaus mit rund 250 Quadratmetern im Stadtzentrum.“

Bischof und Generalvikar ziehen um

Neben dem Bischof ist dort laut Bericht derzeit auch der Generalvikar untergebracht. Beide sollen bis spätestens September 2022 in „bescheidenere“ Wohnungen ziehen. Der Verkauf solle mindestens mehrere hunderttausend Euro einbringen.

Derzeit ist rechtlich noch nicht endgültig geklärt, wie französische Diözesen den Hilfsfonds zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch (Selam-Fonds) direkt finanzieren können. Die meisten ihrer Einkünfte sind rechtlich an die weitere Finanzierung der kirchlichen Kernaufgaben gebunden. Eine Klärung zwischen staatlicher Verwaltung und Bischofskonferenz ist laut Bericht im Gange.

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