ZUKUNFT DER KIRCHE

Neuer DBK-Vorsitzender Wilmer: So reagiert Diözesan-Administrator Hamers

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Die deutschen Bischöfe haben eine neue Spitze. Was der Übergangsleiter des Bistums Münster und andere kirchliche Akteure dazu sagen.

Diözesan-Administrator Antonius Hamers hat dem Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zu seiner Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gratuliert: „Ich kenne Bischof Heiner als Mann mit hoher theologischer Bildung und tiefer Spiritualität, der wichtige Beiträge zu den großen theologischen und gesellschaftlichen Diskussionen leisten kann und der in der Weltkirche und in Rom sehr gut vernetzt ist. Für seine neue Aufgabe Gottes reichen Segen!“

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, appellierte an den Reformwillen des neuen DBK-Vorsitzenden. „Wir brauchen Ihr Herz für Reform und Zusammenhalt“, schrieb Stetter-Karp in ihrem Glückwunschbrief an Wilmer. Seine Wahl sei eine Richtungsentscheidung für die Kirche in Deutschland.

Die ZdK-Chefin wünschte Wilmer Gottes Segen und „Mut zu anstehenden Veränderungen und ein spürbares Herz für weitere Reformen in der Kirche“. Viele Katholikinnen und Katholiken wollten die Veränderung ihrer Kirche im Alltag erleben. Sie setzten in den neuen Vorsitzenden die Hoffnung, „er möge für eine glaubwürdige Kirche streiten, die ihre Stärke gleichermaßen aus Konfliktfähigkeit und Zusammenhalt bezieht“.

BDKJ und KFD

Auch kirchliche Verbände wie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (KFD) meldeten sich zu Wort. „Wir gratulieren Heiner Wilmer herzlich zur Wahl und wünschen ihm für sein Wirken Gottes Segen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorsitzenden und erwarten weiterhin einen guten Dialog mit der Deutschen Bischofskonferenz“, sagte BDKJ-Bundesvorsitzender Volker Andres. „In den letzten Jahren wurden wichtige Schritte in der Zusammenarbeit zwischen Bischöfen und Lai*innen umgesetzt. Wir erwarten, dass der neue Vorsitzende den eingeschlagenen Weg zu Reformen in der Kirche verlässlich weitergeht.“

„Wir wünschen Bischof Wilmer Gottes reichen Segen, Weisheit und Mut für die anstehenden Aufgaben“, sagte Ulrike Göken-Huismann, die stellvertretende KFD-Bundesvorsitzende aus dem Bistum Münster. Der neue Vorsitzende übernehme sein Amt in einer Phase tiefgreifender kirchlicher und gesellschaftlicher Umbrüche. Umso wichtiger sei es, Brücken zu bauen – innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz selbst, nach Rom, zu den katholischen Verbänden sowie zu den zahlreichen Reformkräften innerhalb der Kirche in Deutschland.

Nicht zuletzt gratulierte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Kirsten Fehrs, Wilmer zu seiner Wahl. „Ich wünsche Bischof Heiner Wilmer für die verantwortungsvolle Aufgabe von Herzen viel Kraft und vor allem Gottes Segen“, sagte die Hamburger Bischöfin. Sie habe ihn als „aufgeschlossenen, klugen und weltgewandten Gesprächspartner“ kennengelernt.

Wilmer liege daran, Strukturreformen und geistliche Erneuerung miteinander zu verbinden: „Das lässt mich mit großer Zuversicht auf die zukünftige ökumenische Zusammenarbeit schauen“, unterstrich Fehrs. Für die weiteren Schritte auf dem Weg der Synodalität, auf den sich die römisch-katholische Kirche in Deutschland gemacht habe, „können seine weltkirchlichen und seine vatikanischen Erfahrungen von Nutzen sein“.

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