Termine am 12. und 19. Mai

Bistum Limburg bietet Instagram-Führungen durch Bischofsresidenz

Das Bistum Limburg will die vom früheren Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst für 31 Millionen Euro erbaute Residenz stärker für die Öffentlichkeit öffnen. Nutzer des sozialen Bildernetzwerks „Instagram“ können das Bischofshaus bei zwei sogenannten „Instawalks“ erkunden, wie die Pressestelle des Bistums am Donnerstag mitteilte. Die Rundgänge am 12. und 19. Mai sind den Angaben zufolge so konzipiert, dass Teilnehmer genug Zeit haben, um mit dem Smartphone Fotos zu machen und diese direkt auf ihrem Instagram-Account hochzuladen. Nach der Führung können sie mit dem Nachfolger von Tebartz-van Elst, Bischof Georg Bätzing, ins Gespräch kommen.

Mit diesem Bild wirbt das Bistum Limburg auf seinem Facebook-Account für die Veranstaltung. | Foto: Facebook.com/info.bistumlimburg.de
Anmeldung zur „Instawalk“-Führung mit Angabe von Name, Terminwunsch und Instagram-Account nimmt das Bistum Limburg unter instawalk@bistumlimburg.de an. Die Teilnahme ist kostenlos, es stehen am 12. und 19. Mai zusammen 40 Plätze zur Verfügung.

Ziel der Führungen sei, mit einer transparenten Nutzung das Bischofshaus in den Alltag der Diözese zu holen, sagte Pressesprecher Stephan Schnelle. „Wir wollen die Türen des Hauses für eine neue Zielgruppe öffnen.“ Bisher hätten überwiegend kirchliche Gruppen an Führungen durch das Haus teilgenommen. Doch man wisse auch, dass das Bischofshaus für internationale Schlagzeilen gesorgt habe und deshalb ein Publikumsmagnet sei. Das Instagram-Angebot sei in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Frankfurt und dem Internetportal „katholisch.de“ entstanden.

Der Skandal um explodierende Baukosten für die Bischofsresidenz auf dem Limburger Domberg hatte das Bistum 2013 bundesweit in die Schlagzeilen gebracht. Die Kosten stiegen von anfangs fünf auf 31 Millionen Euro, was die Bistumsleitung während der Bauzeit verschleierte. Der damalige Bischof Tebartz-van Elst hatte kostspielige Renovierungs- und Umbauarbeiten sowie Ausstattungsdetails veranlasst, die ihm in Medien die Bezeichnung „Protz-Bischof“ einbrachten. Tebartz trat im Frühjahr 2014 von seinem Amt zurück.