PERSONALIE

Bistum Mainz: Papst Leo XIV. ernennt ersten Nicht-Europäer zum Weihbischof

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Der 48-jährige Karmelit kam aus Indien nach Rheinland-Pfalz. Er hat inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft – und Verbindungen nach Münster.

Von KNA, ber

Papst Leo XIV. hat einen neuen Weihbischof für das Bistum Mainz ernannt: den aus Indien stammenden Pater Joshy George Pottackal. Dies gaben der Vatikan und das Bistum am Mittwochmittag bekannt. Damit wird zum ersten Mal ein Katholik mit außereuropäischen Wurzeln Bischof in Deutschland. Pottackal besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und besuchte das Pastoralseminar für Ordenspriester an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster.

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf würdigte den 48-jährigen neuen Weihbischof als Seelsorger mit Herz, der bescheiden, kompetent und mit guter Urteilskraft als Seelsorger wirke. Dass mit Pottackal erstmals ein Nicht-Europäer Bischof werde, sei ein starkes und wichtiges Zeichen, sagte Kohlgraf. „Wir sind berufen, Einheit in Vielfalt zu leben – mit unterschiedlichen Glaubenswegen und kulturellen Hintergründen. Es gibt in dieser Kirche keine Fremden.“

Pottackal: Bin kein Theoretiker

Pottackal sagte, er habe nicht mit der Ernennung gerechnet. Es sei ihm wichtig, nahe bei den Menschen zu sein. „Ich bin kein Theoretiker mit Doktortitel. Meine Predigten sind selten länger als fünf Minuten“, sagte der neue Weihbischof bei einer ersten Pressekonferenz.

Die offizielle Bischofsweihe ist am 15. März im Mainzer Dom geplant. Pottackal folgt auf den bisherigen Weihbischof Udo Markus Bentz, der bereits 2023 Erzbischof von Paderborn geworden ist. Ein Weihbischof unterstützt den Ortsbischof in der Leitung des Bistums.

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