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Bistum Mainz: Erster Weihbischof mit außereuropäischen Wurzeln tritt Amt an

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Ortsbischof Peter Kohlgraf spendete dem 48-jährigen Pater Joshy Pottackal die Bischofsweihe. Wie die Zeremonie ablief.

Von KNA

Zum ersten Mal gibt es in Deutschland einen Bischof mit außereuropäischen Wurzeln. Pater Joshy Pottackal (48) wurde am Sonntagnachmittag zum neuen Weihbischof von Mainz geweiht. Pottackal stammt aus Südindien und lebt seit 22 Jahren in Deutschland. Er besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft

.

„Ich bin Papst Leo XIV. dankbar für diesen Schritt hier in Deutschland, im Bistum Mainz. Glaube verbindet über alle Grenzen hinweg, die Menschen ziehen können“, predigte Ortsbischof Peter Kohlgraf. Zu dem Gottesdienst im Mainzer Dom waren auch Familienmitglieder Pottackals und Geistliche aus Indien gekommen. Ein Chor sang ein indisches Kirchenlied.

Mit Delfin und Holzring

Auch Pottackals Lieblingstier spielte bei dem Gottesdienst eine Rolle: Der Delfin, der Menschen in Seenot an die Küste begleitet, stand im frühen Christentum unter anderem für Jesus, den Seelenretter. Er ist in Pottackals Bischofsstab abgebildet. „Wir wünschen Ihnen, dass Menschen Sie als Begleiter erfahren und als einen, der Orientierung schenken kann und will“, sagte Kohlgraf an seinen neuen Hilfsbischof gerichtet.

Krummstab, Bischofsring und Brustkreuz sind in Teilen aus Holz gefertigt. „Holz steht für Wachstum und Leben. Es war für mich auch wichtig, dass es etwas Schlichtes ist“, sagte der Weihbischof der Katholischen Nachrichten-Agentur vor der Feier. Meist sind diese Bischofsinsignien aus Gold und anderen wertvollen Materialien gemacht.

Das Wappen des neuen Weihbischofs enthält mit dem Mainzer Rad und Buchstaben der Malayalam-Schrift Elemente, die auf seine indische und rheinland-pfälzische Heimat verweisen.

Papst Leo XIV. hatte Pottackal im November zum Weihbischof von Mainz ernannt. Mit dem Weihegottesdienst hat er dieses Amt nun übernommen. Geboren wurde er 1977 im südindischen Kerala in eine Familie von Thomaschristen. Seit 2004 lebt der Karmelit in Deutschland. Im Bistum Mainz war er unter anderem als Jugendseelsorger und zuletzt in der Personalabteilung tätig.

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