BISTUM MÜNSTER

Nach Wilmer-Einführung: Heiliger Liborius hat seinen Bischofsstab zurück

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Im Dom in Münster ist das Ende der Sedisvakanz jetzt eindeutig sichtbar. Was diese Tradition mit dem Erzbistum Paderborn zu tun hat.

Das Bistum Münster hat einen neuen Bischof – und damit ist die Zeit der Sedisvakanz vorbei. Als sichtbares Zeichen dafür, dass der Bischofsstuhl wieder besetzt ist, hat die Figur des heiligen Liborius im Dom in Münster in einer Eucharistiefeier am 29. Juni, dem Hochfest Peter und Paul, den historischen Bischofsstab zurückbekommen.

Seit dem Amtsverzicht von Münsters emeritiertem Bischof Felix Genn im März 2025 fehlte dieser. Im Gottesdienst am 21. Juni zur Einführung von Bischof Heiner Wilmer hatte sein Vorgänger ihm den Stab, der jetzt wieder an seinem Platz im Dom ist, symbolisch überreicht.

Brauch seit dem 17. Jahrhundert

Dieser besondere Brauch besteht im Bistum Münster seit dem 17. Jahrhundert. Die Liborius-Figur ist eine Schenkung des Erzbistums Paderborn. Der heilige Liborius ist der Paderborner Bistumspatron. Vom Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) war Paderborn mehrfach sehr stark betroffen. So entschied man sich, den Schrein mit den Reliquien des heiligen Liborius zur Sicherheit nach Münster in den Dom zu bringen.

In Münster fanden zu dieser Zeit die Verhandlungen zum späteren Westfälischen Frieden (1648) statt. Als der Frieden geschlossen war, gingen die Reliquien zurück nach Paderborn. Zum Dank stifteten die Paderborner später die Statue des heiligen Liborius, die sich bis heute im Dom in Münster befindet. Und sie hat die schon erwähnte Besonderheit: Ihren Bischofsstab kann man abnehmen. Immer, wenn Münster keinen Bischof hat, verschwindet auch der Stab. Und erst mit dem neuen Bischof erhält ihn die Heiligen-Statue zurück. So wie jetzt.

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