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Die Sternsinger ziehen in diesen Tagen wieder durch das gesamte Bistum. Eine Gruppe hat auch rund um Münsters Domplatz ihren Segen überbracht.
Vier Mädchen aus der Münsteraner Pfarrei St. Clemens in Hiltrup-Amelsbüren haben am Dreikönigstag den Segen der Sternsinger zum Domplatz gebracht. Diözesan-Administrator Antonius Hamers und sein Ständiger Vertreter Klaus Winterkamp empfingen sie im Bischofshaus.
„Wir haben uns sehr gefreut, dass wir ausgewählt wurden. Aber wir waren auch ein bisschen aufgeregt“, sagte Klara (14) gegenüber Kirche+Leben. Zusammen mit Greta (13), Marlene (13) und Greta (14) zieht sie schon seit der zweiten Klasse als Sternsingerin durch die Gemeinden und bringt den Segen „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) an den Häusern an.
Münster statt Rom
Die Gruppe aus Hiltrup hatte sich mit einem Video auch für den Besuch bei Papst Leo XIV. in Rom beworben. Dafür hätten sie zwar nicht den Zuschlag bekommen. „Aber dafür durften wir hierhin und das ist auch sehr schön“, sagte die 14-jährige Greta.
Nachdem die Vier in der Eingangshalle des Bischofshauses gesungen und ihren Segen gesprochen hatten, gaben einige Mitarbeitende des Bistums Geldspenden und Süßigkeiten. Hamers wünschte den Sternsingerinnen ein „glückseliges neues Jahr“ und bedankte sich für ihr Engagement: „Es ist großartig, dass ihr euch solidarisch zeigt mit Kindern in Not.“
Spendenrekord ersungen
Das Motto der diesjährigen Spendenaktion der Sternsinger lautet: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Damit lenkt das Kindermissionswerk den Blick auf Kinder in Bangladesch, die in Fabriken arbeiten müssen und nicht zur Schule gehen können.
Im vergangenen Jahr 2025 sammelten die Sternsinger im gesamten Bistum Münster rund 3,7 Millionen Euro, wie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Münster mitteilt. Das war ein Rekordergebnis, sagte Rebecca Broich, Pressesprecherin des BDKJ Münster. „Wir hoffen, dass die Menschen auch in diesem Jahr wieder so großzügig spenden“, so Broich. Bundesweit kam demnach eine Spendensumme von 48 Millionen Euro zusammen.
Bundesweite Eröffnung 2026 in Münster
In diesem Jahr spielt das Bistum Münster eine besondere Rolle bei der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder: Der nächste Eröffnungsgottesdienst zum Start der bundesweiten Aktion wird am 29. Dezember 2026 im Paulusdom in Münster gefeiert. Der BDKJ-Diözesanverband rechnet damit, dass etwa 1.000 Kinder teilnehmen werden.
Eine Sternsinger-Gruppe aus Münster-Süd nahm den „Staffelstern“ Ende Dezember 2025 bei der Eröffnungsfeier in Freiburg entgegen, wie es in einer Mitteilung des BDKJ Münster heißt. Im Laufe des Jahres 2026 solle der Stern durch das Bistum ziehen und für die Aktion werben.