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Drei Projekte aus Münster, Ochtrup und Dinslaken ausgezeichnet

Bistum Münster ehrt drei Gruppen mit dem Ehrenamtspreis 2021

  • Drei Projekte haben den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Ehrenamtspreis des Bistums Münster und des Diözesankomitees der Katholiken erhalten.
  • Bischof Felix Genn und Komitee-Vorsitzende Kerstin Stegemann zeichneten beispielhafte Initiativen in Dinslaken, Ochtrup und Münster aus.
  • Insgesamt hatten sich 78 Gruppen beworben. Eine vierköpfige Jury, an der auch Kirche-und-Leben.de beteiligt war, hatte die Preisträger ausgewählt.
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Drei Projekte haben den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Ehrenamtspreis des Bistums Münster und des Diözesankomitees der Katholiken erhalten. Bischof Felix Genn und Komitee-Vorsitzende Kerstin Stegemann zeichneten in der Bistums-Akademie "Franz-Hitze-Haus" zum fünften Mal beispielhafte Initiativen aus - diesmal in Dinslaken, Ochtrup und Münster.

Als Hoffnungszeichen in einer Zeit tragischer Nachrichten bezeichnete Genn die Preisträger. "Durch ihren Einsatz zeigen Sie, dass es das Gute in der Welt gibt, dass es viel bewirken und verbessern kann, und dass es gute Menschen wie Sie gibt, die sich genau dafür stark machen." Mit dem Ehrenamtspreis wolle das Bistum dazu beitragen, "dass aus Ihrem Machen und Mit-Machen ein Mut-Machen für andere wird", betonte der Bischof. Der Preis solle zudem eine Anerkennung sein, "die Sie vielleicht nicht immer im verdienten Maß erhalten".

Der erste Preis: Boxen und Lernen

Der 1. Preisträger im VIDEO

Den ersten Preis, verbunden mit 5.000 Euro, erhielt "Farid's QualiFighting" im Münsteraner Boxzentrum - ein soziales Projekt, das sich vornehmlich an Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen richtet, indem es sportliche und schulische Bildung miteinander verbindet.

Dieses Angebot sei beispielhaft und verhelfe Kindern und Jugendlichen zu mehr Selbstbewusstsein und zu besseren Chancen im Leben, sagte Kerstin Stegemann in ihrer Laudatio. "Farid's QualiFighting steht für Menschen, die sich in unserer Gesellschaft engagieren und Bildungsperspektiven eröffnen, damit Kinder und Jugendliche eine gerechte Chance auf ein selbstbestimmtes und selbsterfülltes Leben in unserer Gesellschaft erhalten."

Der zweite Preis: "Geist_Reich" in Ochtrup

Der 2. Preisträger im VIDEO

Mit dem zweiten Preis und einem Preisgeld von 3.000 Euro wurde das digital und analog angelegte Pfingstprojekt "Geist_Reich" der Pfarrei St. Lambertus Ochtrup (Kreis Steinfurt) ausgezeichnet. Markus Nolte, Chefredakteur von "Kirche-und-Leben.de", würdigte vor allem das digitale Engagement der Katechetinnen Heike Kötterheinrich und Lena Dziuk mit ihrem Team in einer nicht zuletzt für junge Menschen längst selbstverständlichen Lebenswelt.

"Das ist nicht irgendein modischer Schnickschnack, den man machen oder lassen kann", betonte Nolte. Wenn Jesus seine Jüngerinnen und Jünger beauftragt habe: "Geht in alle Welt", dann heiße das auch: "Geht in alle Welten - auch und gerade in die digitale." Eine digitale Erfahrung via QR-Code auf dem eigenen Smartphone sei so zur Verwirklichung der Kirche geworden - "als womöglich sakramentales Ereignis, nämlich lebendige Vermittlung und zugleich Erfahrung dessen, was Heiliger Geist ist."

Der dritte Preis: Flüchtlingprojekt und Chor in Dinslaken

Der 3. Preisträger im VIDEO.

2.000 Euro erhielt das Flüchtlingsprojekt von St. Vincentius Dinslaken - nicht zuletzt für den vor allem aus geflüchteten afrikanischen Frauen bestehenden Chor "Good vibes only". Den zehn ehrenamtlichen Flüchtlingshelferinnen und -helfern der Pfarrei liege es am Herzen, dass die ihnen anvertrauten Menschen eine neue Heimat finden, betonte Susanne Deusch, Geistliche Leiterin des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Münster, in ihrer Laudatio.

"Besonders in Zeiten, in denen wieder Gewalt und Krieg das Leben vieler Menschen bedrohen, habe ich die Hoffnung, dass wir Menschen in ihrer Not eine neue, dauerhafte Heimat schenken können." Im Gesang von "Good vibes only" werde die Dankbarkeit der Menschen hör- und fühlbar "für die ganz praktische, alltägliche Hilfe".

78 Gruppen hatten sich beworben

Diese Erfahrung konnten alle Teilnehmenden selber machen, als der Chor in bunten Gewändern mit einigen Gesangsbeiträgen während der Preisverleihung und beim anschließenden Feiern aller Preisträgerinnen und Preisträger bewegte.

Beworben hatten sich in diesem Jahr 78 Gruppen, Projekte und Einzelpersonen. Über die Preisträgerinnen und Preisträger entschied eine vierköpfige Jury, zu der neben Kerstin Stegemann, Susanne Deusch und Markus Nolte auch Generalvikar Klaus Winterkamp gehört.

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